Star-Fails: 10 Hollywood-Schauspieler, die LEIDER auch Musik gemacht haben

Tobias Heidemann 5

Ich mag Menschen, die still und heimlich in ihrem Partykeller „Wish you were here“ auf einer Flohmarkt-Gitarre vergewaltigen. Da hört man sie nämlich nicht. Verstehen wir uns nicht falsch. Jeder Mensch sollte unbedingt überprüfen, ob er oder sie ein paar versteckte Musik-Talente hat. Doch bitte nicht in aller Öffentlichkeit. Die erste Exploration musikalischer Fähigkeiten ist etwas sehr intimes und hat meiner Meinung nach noch nichts vor der Haustür zu suchen. Erst das musikalische „Ich“ finden, dann die Welt im Sturm erobern. Dummerweise sehen das viele Hollywood-Stars ganz anders. Die Liebe der Fans, der Zuspruch der Entourage, das vorteilhafte Licht der Leinwand - wer sich täglich wie der König der Welt fühlt und niemanden mehr um sich hat, der auch mal „Ganz schlechte Idee“ sagt, der bringt eben schneller ein eigenes Album heraus, als man „Bitte ausmachen“ sagen kann. Die folgenden 10 Hollywood-Stars sind leider keine erstaunlichen Multitalente. Musik haben sie trotzdem gemacht. 

William Shatner: Lucy In The Sky With Diamonds

William Shatner ist ein verdammt cooler Hund. Das belegt allein schon die Tatsache, dass seine wahnwitzig miese Version des Beatles-Songs „Lucy In The Sky With Diamonds“ nicht das vorzeitige Aus seiner Karriere als Schauspieler bedeutete. Der Song wird auch viele Jahre nach seinem Aufsehen erregenden Erscheinen von Musik-Journalisten weltweit an die Spitze der schlechtesten Songs aller Zeiten gewählt. Kann man so sehen. Auf der anderen Seite erschien Shatners erstes Album 1968. Ein Jahr, in welchem allgemein sehr viel „experimentiert“ wurde. Und so etwas steckt ja bekanntlich an. Hit us, William!

William Shatner - Lucy In The Sky With Diamonds.

Ryan Gosling: Put Me In The Car

Man sollte Ryan Gosling wirklich nicht auf seinen attraktiven Körper reduzieren. Auf seine Musik allerdings auch nicht. Die ist nämlich ehrlich gesagt ganz furchtbar. Warum sich ein offenkundig intelligenter und dazu auch noch lächerlich erfolgreicher Mann wie Gosling ausgerechnet für profund peinliches Singer-Songwriter Gejaule vom Starbucks-Grabbeltisch entscheidet, ist mir und der informierten Musikwelt ein absolutes Rätsel. Ums liebe Geld kann es dabei ja irgenwie nicht gehen. Worum dann? Ist Gosling am Ende gar ein epischer Langweiler, der uns all die Jahre mit seinem verschmitzten Lächeln und seiner Schauspielkunst an der Nase herumgeführt hat? Gott steh uns bei!

Put Me In The Car - Ryan Gosling.

John Travolta: Whenever I’m Away From You

Oh ja, der traurige und bemerkenswert wohl gefohnte Pudel, der hier einen Rekord in der internationalen Schmalz-Produktion aufstellt, ist tatsächlich John Fucking Travolta himself. Das epochale Übergewicht an Kitsch in dieser Ballade stellt bei näherer Betrachtung allerdings das deutlich geringere Übel dieser Performance dar. Viel schwerer wiegt die Tatsache, dass Travolta beim Singen unbedingt schauspielern musste. Aua. Naja, wenigstens hat der Gute später ja noch die Kurve gekriegt und ist zu einem der wichtigsten Führer der Scientology-Kirche geworden. No wait…

John Travolta Sings! - Whenever I'm Away From You.

 

Michael Caine: Wouldn’t It Be Loverly

Noch so eine coole Sau, die aus unerfindlichen Gründen neben der Schauspieler-Karriere zu einem unfreiwilligen Angriff auf die Lachmuskeln blasen musste. Warum Michael Caine das Leben seines Agenten damals mit dieser Interpretation eines „My Fair Lady“-Stücks zur Hölle gemacht hat, ist leider nicht überliefert. Aus heutiger Sicht klingt diese schlimm schräge Nummer wie eine Ironie-geschwängerte Version eines schlechten Monty Python-Songs. Wie das damals klingen sollte, weiß wohl nur Caine selbst. Ein „interessanter“ Ansatz, Herr Caine.

 

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