Scarlett Johansson spielt Hauptrolle in Ghost in the Shell-Verfilmung

Jan-Thilo Caesar 3

Nach der ersten Ankündigung zu DreamWorks` „Ghost in the Shell“-Adaption ist es erstmal ruhig um die Anime-Verfilmung geworden. Nun gibt es wieder ein Lebenszeichen von der kommenden Hollywood-Umsetzung des Kult-Mangas: Scarlett Johansson soll für $10 Millionen die Hauptrolle übernehmen.

Scarlett Johansson spielt Hauptrolle in Ghost in the Shell-Verfilmung

In den frühen 1990er Jahren galten Zeichentrick-Filme in der westlichen Hemisphäre noch als Kinderkram, nachdem aber immer mehr Anime-Produktionen auch bei uns Erfolge verbuchen konnten, hat sich diese Haltung allmählich verändert. Ein wichtiger Wegbereiter für die Etablierung der Anime als Medium für Erwachsene war „Ghost in the Shell“: Blutige Animationen und viel nackte Haut, gepaart mit einer philosophisch-komplexen Story lockten ein reiferes Publikum in die Kinosäle und veränderten das Image japanischer Animationsfilme für immer.  Es folgten mehrere Fortsetzungen in Film- und Serienformat.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis Hollywood auf den Stoff aufmerksam wurde und eine Real-Verfilmung der beliebten Manga-Reihe in Auftrag gab. Im Jahr 2008 sicherte sich das von Steven Spielberg gegründete Filmstudio DreamWorks Pictures die Rechte für einen Kinofilm und überlegt seitdem vermutlich fieberhaft, wie man das Material für ein jugendliches Publikum umsetzen kann. Sex, brutale Gewalt und komplexe Handlungen sind schließlich nicht unbedingt Markenzeichen von Hollywood-Produktionen.

Nachdem wir schon Anfang 2014  über die geplante US-Neuauflage berichtet haben, wurde es erstmal ruhig um das Projekt. Bisher war lediglich bekannt, dass Rupert Sanders die Regie übernehmen und William Wheeler das Drehbuch entwickeln soll, aber nun scheint die Produktion langsam ins Rollen zu kommen. Scarlett Johansson wurde für 10 Millionen Dollar die Hauptrolle in der Real-Verfilmung angeboten, die ursprünglich für Margot Robbie („The Wolf of Wall Street“) vorgesehen war. Da diese aber lieber an der Seite von Will Smith und Tom Hardy in „Suicide Squad“ auftreten möchte, gilt die Besetzung Johanssons als so gut wie sicher.

Die Hintergrundgeschichte der Protagonistin aus dem Manga von 1989, Major Motoko Kusanagi, wird vermutlich angepasst und womöglich auch einen anderen Namen tragen – es sei denn die Produzenten machen es wie Keanu Reeves bei „47 Ronin“ und verpassen Scarlett Johansson kurzerhand ein japanisches Elternteil. Sollte man sich Sorgen machen? Definitiv! Denn anders als im Falle von „Lucy“, in dem Scarlett Johansson im vergangenen Jahr als Action-Heroine überzeugte, gibt es hier keinen Exzentriker wie Luc Besson hinter der Kamera, der keine Angst hat anzuecken, solange er seine Visionen umsetzen kann. Mit Rupert Sanders als Regisseur, der bisher nur „Snow White and the Huntsman“ auf der filmischen Agenda hat, sollte man hingegen lieber keine großen Überraschungen erwarten. Der Film soll 2016 in die Kinos kommen.

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