Ehemaliger Safari-Entwickler spricht über Arbeit am ersten iPhone

Julien Bremer 1

Francisco Tomalsky war erst 20 Jahre alt, als er 2006 direkt nach der Uni bei Apple anheuerte. Er war für die Entwicklung des Browsers Safari auf dem ersten iPhone verantwortlich. Im Gespräch mit der NY Times erzählt er von seiner Arbeit und Steve Jobs.

Ehemaliger Safari-Entwickler spricht über Arbeit am ersten iPhone

Bereits sechs Monate vor seinem Informatik-Abschluss an der Universität Southern California wurde Tomalsky erstmals von Apple kontaktiert. Ein Personalvermittler des Unternehmens ist auf ihn aufmerksam geworden, da er damals einer kleinen Community angehörte, die an der Verbesserung von Web-Browsern arbeiteten.

Apple wollte den talentierten Programmierer sofort unter Vertrag nehmen. Dieser wollte allerdings zuerst seinen Abschluss machen. Danach unterschrieb er bei beim Technik-Riesen aus Cupertino und wurde Teil des Software-Teams für das erste iPhone.

Apples Smartphone unterlag damals strengster Geheimhaltung. Alle Mitarbeiter, die an dem Gerät arbeiteten, waren in einem separaten Teil auf dem Apple Campus tätig. Das Projekt selbst wurde in zwei Teams aufgeteilt, für Hardware und Software. Auch diese beiden Abteilungen arbeiteten aus Gründen der Geheimhaltung separat von einander.

Francisco Tomalsky legte den Grundstein für den Safari-Browser auf dem iPhone. Er entwickelte einen mobilen Browser, der die Seiten für das Smartphone richtig anzeigte und mittels Touch-Display auch „klickbar“ machte. Nach der Veröffentlichung des ersten iPhones orientierten sich viele Konkurrenten an Apples smarten Web Browser und brachten ähnliche Anwendungen für ihre mobilen Geräte raus.

Weiter erzählt Tomalsky, wie die Tastatur auf dem ersten iPhone entstanden ist. Jobs war sehr frustriert von den ersten Vorschlägen und Entwürfen. Also beschloss er, dass das gesamte Software-Team an nichts anderem arbeitet, als an einer Tastatur für das Gerät. Der Mitarbeiter, der den besten Vorschlag einreichte, arbeitete seitdem an nichts anderem mehr als an der Tastatur.

In einer anderen Geschichte berichtet der heute 29-Jährige über den Einfluss, den Steve Jobs auf seine Mitarbeiter hatte. Nur wenige Wochen vor der offiziellen Vorstellung des iPhones entschied der CEO, dass das Gerät eine Karten-App haben muss. Tomalskys Kollege Chris Blumenberg arbeitete ununterbrochen an der Anwendung. Innerhalb von einer Woche funktionierte die App und nach einer weitere Woche war diese auch so ausgereift, dass man sie auf der Präsentation vorstellen konnte. „Das war genau der Effekt, den Steve auf dich haben konnte: ‚Das ist wichtig. Das muss gemacht werden und du machst es’“.

Nachdem das iPhone ein Riesenerfolg wurde, vergößerte Apple das Team stark. Für Tomalsky ging das Start-Up-Gefühl, welches er vorher verspührte, verloren. Er entschloss sich dazu, das Unternehmen Ende 2007 zu verlassen.

Heute liegt sein Fokus auf die Programmierung von Spielen, die die Sensoren der Geräte ausnutzen. So stammt zum Beispiel Bonsai Slice aus seiner Feder, gemeinsam mit einem fünfköpfigen Team.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Quelle: Blog der New York Times

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