„Fearless Genius“: Fotoband zeigt digitale Revolution im Silicon Valley

Julien Bremer 2

Es gibt nur wenige Leute, die Steve Jobs in seiner Laufbahn wirklich nah kommen durften. Einer davon ist der Fotojournalist Doug Menuez. In einem Fotoband hat er die digitale Revolution im Silicon Valley festgehalten und kam dabei auch dem Apple-Visionär ganz nah.

„Fearless Genius“: Fotoband zeigt digitale Revolution im Silicon Valley

Dabei interessiert sich Menuez gar nicht besonders für Technik, wie er gegenüber Cult of Mac mitteilte. Vielmehr faszinierten ihn die führenden Köpfe die hinter den Erfindungen und Technologien stehen, die herausragenden Persönlichkeiten, die die digitale Revolution in die Wege geleitet haben. In seinem Fotoband „Fearless Genius“ beschreibt er die Entwicklung der Technik-Branche (hauptsächlich im Silicon Valley) von 1985 bis 2000. Für sein Werk kam er den ganz großen der Szene nah und durfte sie fotografisch begleiten. Unter anderem Bill Gates von Microsoft, Andy Grove von Intel und eben auch Steve Jobs, der damals noch Chef von NeXt war.

Als Doug Menuez Kontakt zu Steve Jobs aufnahm, hat er nicht mit einer Zusage gerechnet, offiziell sein Fotograf werden zu dürfen. Doch zu seiner großen Überraschung sagte Jobs zu ihn fotografisch zu begleiten und gab Menuez erstaunliche Freiheiten. „Er hat mir komplett vertraut und mich niemals darum gebeten, das Fotografieren zu unterlassen. Ich konnte jederzeit in sein Büro spazieren oder fast alle Meetings besuchen. Selbst wenn andere Mitarbeiter sich darüber aufregten, hätte Steve erklärt, dass ich fotografieren könne, was immer ich wollte“.

Jobs wollte auch über sein Image die komplette Kontrolle

Genau wie Jobs die komplette Kontrolle über all seine Produkte haben wollte, wollte er auch das Image, das er nach außen abgibt in der Hand haben, wie Menuez erklärt. Dies machte es zu einer großen Herausforderung für ihn, das wahre Bild des Steve Jobs zum Ausdruck zu bringen. Daher musste sich Menuez nahezu unsichtbar machen, um Jobs in den richtigen Momenten einzufangen. Eines seiner Lieblingsbilder ist bei NeXt entstanden, wo er seine Selbstkontrolle ein wenig aufgegeben hat und herzhaft lachte.

Jobs bei NeXt

Trotz der großen Freiheiten, die Menuez gewährt wurden, gab es auch mal Krach mit dem Apple-Mitbegründer. Er sollte ein Bild von Jobs machen, vor der Glassfassade des NeXt-Firmengebäudes. Doch der damalige NeXt-CEO war mit der Herangehensweise überhaupt nicht einverstanden: „Plötzlich war es so, als ob ich nicht mehr dazu gehörte und ein Fremder wäre“, so Menuez. Doch er hat die Auseinandersetzung für sich entscheiden können. „Steve war immer dabei, dich herauszufordern. Wenn du deine Hausaufgaben gemacht hast, und ihm die Stirn bieten konntest, hat er das oftmals akzeptiert. Er mochte Leute, die ihre Ideen ihm gegenüber verteidigten“, sagte Menuez.

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Store-Modell für New Yorker Apple Store: Hinfort mit den Altlasten von Steve Jobs.

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Sein Buch „Fearless Genius: The Digital Revolution in Silicon Valley 1985 – 2000“ zeigt Fotos von über 70 prägenden Persönlichkeiten des technischen Wandels und ist bei Amazon für bzw.  (als Kindle-Version) erhältlich. Auch die (wenigen) Bewertungen bislang lassen auf ein beeindruckendes Werk schließen.

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