iPod-Vater: „Steve hätte meine neuen Erfindungen gemocht“

Julien Bremer 9

Tony Fadell gilt als einer der Väter für das Zusammenspiel zwischen iPod und iTunes. Heute ist er Chef der Firma Nest Labs, die im Januar von Google aufgekauft wurde. In einem Interview spricht er über die Zusammenarbeit mit Steve Jobs und wie sehr er sich gewünscht hätte, seine Nest-Erfindungen dem ehemaligen Apple-CEO zu zeigen.

iPod-Vater: „Steve hätte meine neuen Erfindungen gemocht“

Tony Fadell begann im Jahr 2001 für Apple zu arbeiten und entwarf unter anderem Designs für den iPod. Dabei kam ihm die Idee für eine digitale Vertriebsplattform für MP3-Dateien, die im Zusammenspiel mit dem tragbaren Musikspieler funktioniert. Kurzum: Die Idee von iTunes und iPod in einer Form, in der wir sie heute noch kennen.

Fadell stieg schnell auf und wurde Software Vice President für die iPod-Abteilung. Im Gespräch mit Fortune beschreibt er das Verhältnis zu Steve Jobs als kompliziert: „Steve dachte immer, ich würde zu viel fragen. Ich fragte immer ‚Wie wäre es damit? Was hälst du von dieser Idee?‘, und er sagte: ‚Genug, es reicht!’“.

Der Grund für sein Ausscheiden war eine Meinungsverschiedenheit mit Jobs. Als der Chef wichtige Mitarbeiter seines Teams plötzlich in ein anderes Projekt berufen hat, hat Fadell mit dem Thema Apple abgeschlossen. Er informierte den CEO, dass er die Firma verlassen wird. Jobs hingegen versuchte ihn zu beruhigen und sagte ihm, er würde überreagieren. Doch Fadells Entschluss stand fest und er verließ das Unternehmen.

Im Jahr 2010 gründete Fadell dann das Unternehmen Nest Labs. Es ist spezialisiert auf smarte Raumthermostate und Rauchmelder. Im Januar dieses Jahres kaufte Google das Nest auf und Fadell ist seitdem offiziell ein Angestellter von Google. Er bedauert es sehr, dass er nie die Gelegenheit hatte, Jobs seine neuen Produkte zu zeigen. Doch als Fadell im Sommer 2011 seinem ehemaligen Vorgesetzten die Produkte zeigen wollte, war der bereits schwerkrank und starb nur wenige Wochen später. „Er hätte sie wahrscheinlich sehr gemocht“, meint Fadell. „Und wahrscheinlich hätte er dann ganz viele Fragen gestellt“.

Quelle: Fortune

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