Jonathan Ive spricht über seine Erinnerung an Steve Jobs

Florian Matthey 3

Jonathan Ive hat sich bei einem Treffen der Zeitschrift Vanity Fair über seine Erinnerung an Steve Jobs geäußert: Vier Jahre nach dessen Tod sei ein einziger Aspekt seiner Persönlichkeit in den Vordergrund getreten.

Jonathan Ive spricht über seine Erinnerung an Steve Jobs

Jonathan „Jony“ Ive nahm gestern zusammen mit dem Regisseur JJ Abrams und dem Film-Produzenten Brian Grazer an einem von Vanity Fair organisierten Gespräch zum Thema „Changing Worlds, Inventing Worlds“ teil. Apples Chief Design Officer sprach vor allem über seine Erinnerung an seinen früheren Chef, den langjährigen Apple-CEO Steve Jobs, dessen Tod sich am 5. Oktober zum vierten Mal jährte.

Nach Jobs‘ Tod habe Ive viel Trauer empfunden und angesichts der Komplexität von Jobs‘ Charakter sehr chaotische Gedanken gehabt. All diese „Geräusche“ seien mittlerweile verflogen. Übrig sei jetzt nur noch das, was Jobs tatsächlich ausgemacht habe: „Sein sehr einfacher Fokus darauf, zu versuchen, etwas zu erschaffen das einfach nur schön und großartig ist. Und das war wirklich einfach. Es gab da keinen großen Plan, zu gewinnen, oder eine komplizierte Agenda. Diese Einfachheit war in ihrer Reinheit fast kindlich.“

Eben dieses Nicht-Bestehen eines großen Plans oder einer Agenda sei das, was auch in diesen Tagen falsch dargestellt werde – ein Seitenhieb gegen die Steve-Jobs-Dokumentation und den Steve-Jobs-Film, die aktuell in den Kinos sind oder bald anlaufen. Die Hauptfigur in „Steve Jobs“, der in Deutschland am 12. November in startet, habe er „überhaupt nicht erkannt“. Persönlichkeiten könnten durch eine Darstellung durch Leute, die ihr oder ihrer Familie nicht nahe stehen, „entführt“ werden. Der wahre Jobs habe einfach immer eine unglaubliche einfache Freude empfunden, wenn er einen Punkt erreich habe, an dem er dachte: „Das funktioniert wirklich. Das könnte großartig sein.“

Ive sprach auch über seine neue Rolle als Chief Design Officer, die er am 1. Juli offiziell übernommen hat. Er erklärt, dass er dies „schon vor Jahren“ hätte tun sollen – seit Jahren habe er sich nicht mehr so glücklich und kreativ gefühlt. In der neuen Rolle hat Ive weniger mit dem Tagesgeschäft zu tun und kann sich so nach eigenen Angaben stärker auf neue Ideen und Zukunftspläne konzentrieren.

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