Macintosh: Steve Jobs sollte als persönlicher Assistent dienen

Thomas Konrad 3

Kurz vor seinem Marktstart vor 30 Jahren hat Apple noch ein paar letzte Korrekturen am Macintosh vorgenommen. Ein Vorserien-Mac zeigt, wie Steve Jobs den Nutzern persönlich bei der Bedienung helfen sollte.

John Gruber von Daring Fireball hat zum dreißigsten Geburtstag des Macintosh eine Meldung ausgegraben, die im Kontext des kürzlichen Jubiläums ungleich interessanter ist. Cultofmac zeigte im vergangenen Jahr, wie ein Mac-Sammler und ein ehemaliger Apple-Entwickler einen sogenannten Twiggy-Macintosh wieder zum Leben erweckten.

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Der Prototyp war mit einem von Apple selbst produzierten Diskettenlaufwerk mit Namen Twiggy ausgestattet. Weil dieses Bauteil allerdings zu unzuverlässig war, landete im Macintosh letzten Endes ein Laufwerk von Sony. Lange glaubte man, dass keine Twiggy-Macs überlebten - Steve Jobs hatte sie einstampfen lassen.

Prototyp - das bedeutet auch, dass darauf noch Software läuft, die es nicht zwingend in das finale Produkt geschafft hat. Interessant: Ursprünglich plante man offenbar, Steve Jobs persönlich in das System zu integrieren. Dialogfenster, die dem Nutzer Hilfestellungen bieten sollten, zeigten einen verpixelten Steve Jobs im Anzug und den Slang-Schriftzug „Steve sez…“, also „Steve meint…“.

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Alle Bilder und weitere Hintergründe zum Twiggy-Mac gibt es auf CultofMac.

Steve Jobs stellte den Macintosh am 24. Januar 1984 der Öffentlichkeit vor. Der Rechner verfügte über einen Neun-Zoll-Bildschirm und ein 3,5-Zoll-Floppy-Disk-Laufwerk. 128 Kilobyte Hauptspeicher verliehen dem All-in-One-PC seinen Namen, Macintosh 128k. Für 2495 US-Dollar konnte man das Gerät bis Oktober 1985 erwerben. Heute wären das rund 4.400 Euro, rechnet Wikipedia.

Das 5,25-Zoll-Floppy-Laufwerk des Vorserien-Macintosh verbaute Apple zuvor auch im Apple Lisa. Der hochpreisige Rechner kam 1983 auf den Markt, war damit Vorgänger des Macintosh, verfügte ebenfalls über eine Maus und eine grafische Benutzeroberfläche.

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