In Kürze, nur wenige Wochen nach seinem Tod, wird die offizielle Autobiografie von Steve Jobs erscheinen. In dem simpel „Steve Jobs“ betitelten Werk deckt Autor Walter Isaacson auf, wie Steve Jobs 2010 auf Android reagierte -- mit einer „thermonuklearen“ Kriegserklärung.

 

Steve Jobs

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Obwohl das HTC Dream, auch als T-Mobile G1 bekannt, bereits seit Januar 2009 verfügbar war, warf Steve Jobs laut der Biographie erst Anfang 2010 den ersten Blick auf Android. Und er war nicht amüsiert. Beim Betrachten eines HTC-Handys bezeichnete er Android als „schweren Diebstahl“. Gegenüber seinem Biographen wütete er (Übersetzung von uns):

„Wenn es nötig ist, werde ich bis zum letzten Atemzug und mit jedem Penny von Apples 40 Milliarden Dollar versuchen, das zu korrigieren.“ Überdies schwor Jobs: „Ich werde Android zerstören, denn das ist ein gestohlenes Produkt. Ich bin gewillt, den thermonuklearen Krieg in dieser Sache zu erklären“.

In einem anschließenden Treffen mit dem damaligen Google-Chef Eric Schmidt bekräftigte Jobs seinen Ärger, wenn auch in mutmaßlich wohlfeileren Worten. In einem Café im Silicon Valley soll der Apple-Boss Geld von Schmidt für die Nutzung von Apple-Patenten abgelehnt und verlangt haben, dass Google von den von Apple angeblich gestohlenen Ideen für eigene Produkte absehe. Dass Google das nicht tat, sondern die Inspirationen durch iOS, die heute als Industriestandards gelten, im Android-Code beließ, ist bekannt. Und tatsächlich war eine der letzten Entwicklungen, die Steve Jobs von Apple mitbekam, die eines juristischen Feldzugs, mit dem Apple die Hersteller von Android-Hardware überzog. Ob die Vehemenz der rechtlichen Bemühungen nach dem Tod Jobs‘ nächlässt, wird sich in den nächsten Monaten erweisen. Wir sind skeptisch.

Meldung von Associated Press

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Bild: acaben (cc)

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Frank Ritter
Frank Ritter, GIGA-Experte.

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