Steve Jobs-Biograph Isaacson: Google heute innovativer als Apple

Oliver Janko 20

Steve Jobs galt Zeit seines Lebens als innovativer Denker, als Mann der großen Ideen. Seinem Nachfolger bei Apple, Tim Cook, hängt dieser Ruf nicht gerade nach – ihm fehlt noch eine revolutionäre Erfindung in seiner Agenda. Viele Brancheninsider sehen daher Google mittlerweile als federführend, was Innovationen und Entwicklungen betrifft. Neue Nahrung bekommen diese Stimmen durch die Aussagen von Walter Isaacson, seines Zeichens Autor der Autobiografie von Steve Jobs. Seiner Auffassung nach hat Google Apple in Sachen Innovationsgeist überholt.

Isaacson verbrachte die letzten Monate seines Lebens mit dem Apple-Gründer und meldete sich nun in einer Fernsehsendung zu Wort: „Google hat Apple als größten Innovator der Welt abgelöst“, meinte er zum Sender TV-CNBC. Die Begründung ist schlüssig: Vor einigen Tagen kaufte Google das aufstrebende Unternehmen Nest Labs, einen Hersteller von smarten Thermostaten und Rauchmeldern. Der CEO von Nest Labs wiederum heißt Tony Fadell und ist ehemaliger Apple-Mitarbeiter. Mehr noch: Fadell gilt als geistiger Vater des iPods, dem Apple-Erfolgsprodukt neben dem iPhone. Dass er nun mit seinem Unternehmen zu Google wechselt, ist ein deutliches Zeichen, Google bekommt damit weiteren Input von außen.

In der Vergangenheit hatte der Informationsgigant aus Mountain View mit einigen Übernahmen anderer Unternehmen für Aufsehen gesorgt: So macht Google mittlerweile auch in Robotern, Brillen, Kontaktlinsen und arbeitet mit einigen Autoherstellern zusammen, um Android auch in unserer geliebten Klapperkisten zu bringen.

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Isaacson ist daher der Meinung, dass Apple sich dringend Gedanken über neue Produkte machen müsste, 2014 hätte der Tech-Riese einiges aufzuholen. Isaacson kritisiert aber nicht nur, die Ideen liefert der gute Mann auch gleich mit: Seiner Meinung nach würde Jobs Revolutionen im Bereich TV, Digitalkameras oder „Wearables“ – also Smartwatches, smarte Brillen etc. – bevorzugen. Apple müsse sich überlegen, was der Markt braucht bzw. was die Kunden wollen, zudem wäre ein Produktupdate auch im Sinne der zahlreichen Shareholder.

Wie seht ihr das? Fehlt Apple ohne Steve Jobs etwas? Und hat Google Apple wirklich schon überholt, in Bezug auf revolutionäre Produkte? Meinungen in die Kommentare!

Quellen: CNBC [via standard.at]

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