Steve Jobs' Schulfreund plaudert aus dem Nähkästchen

Thomas Konrad

Bill Fernandez stellte Steve Jobs einst „Woz“ vor und machte das Unternehmen Apple damit erst möglich. Später wurde er Apples erster Vollzeitangestellter. In einem lesenswerten Profil verrät TechRepublic nun zahlreiche wenig bekannte Details über Steve Jobs‘ Jugendfreund. 

Fernandez ging mit Jobs zur Middle School. Den späteren Apple-CEO beschrieb er als „nerdig, in sozialen Belangen unfähig und intelektuell“. Das verband die beiden. Sie entschieden sich gegen ein oberflächliches Leben und hatten daher nur wenig Freunde, erklärt Fernandez.

Ein früher Einfluss für Jobs‘ Vorliebe für minimalistisches Design könnte Fernandez‘ Mutter gewesen sein. Sie hatte das Haus in einem schlichten japanischen Stil eingerichtet. Jobs war dort häufig zu Besuch.

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Fernandez arbeitete später auch am Apple II und war Teil des Macintosh-Teams. Für den Apple II zeichnete er den ersten brauchbaren Schaltplan, der als Grundlage für die Produktion genutzt wurde. Steve Wozniak lieferte nämlich keinen vollständigen Schaltplan - ihm genügten laut Fernandez ein paar Notizen und Skizzen für komplexere Teile.

Das ganze lesenswerte Profil mit weiteren Anekdoten aus Apples frühen Tagen gibt es bei TechRepublic in englischer Sprache.

Steve Jobs wurde 1955 in San Francisco geboren, wuchs in der Gegend auf, die wenig später unter dem Namen Silicon Valley Bekanntheit erlangte. Auch in seiner Jugend und während der ersten Jahre bei Apple galt der spätere CEO als schwierig im Umgang. Auch bei Geschäftsterminen war Jobs meist barfuß unterwegs. Bei seiner ersten Anstellung bei Atari arbeitete er nachts; Weil er sich nur von Früchten ernährte, glaubte Jobs, nicht duschen zu müssen - ein Ärgernis für seine Kollegen.

Unbequem wurde Jobs wohl auch in Bewerbungsgesprächen, interessierte sich Erzählungen zufolge nicht nur für die Leistungen des Kandidaten. So soll er die Bewerber gelegentlich gefragt haben, ob sie noch Jungfrau seien oder wann sie zuletzt LSD genommen hätten.

Steve Jobs starb am 5. Oktober 2011, hatte den CEO-Posten im Spätsommer an Tim Cook abgegeben.

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