Steve Wozniak: Apple wird auch 2075 in einer Welt mit Wüstenstädten und Marskolonie existieren

Florian Matthey

Wie sieht die Welt im Jahr 2075 aus? Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak glaubt, dass es Apple 99 Jahre nach seiner Gründung noch geben wird – in einer Welt mit Wüstenstädten, viel künstlicher Intelligenz und einer Marskolonie.

Apple wird mehr als 100 Jahre alt – so wie IBM

Steve Wozniak, der Apple im Jahr 1976 mit Steve Jobs (und Ronald Wayne) gründete, glaubt, dass es Apple im Jahr 2075 noch geben wird – ebenso wie Google und Facebook. Wozniak wird am nächsten Wochenende an der Silicon Valley Comic Con (SVCC) im kalifornischen San Jose teilnehmen, deren Thema dieses Jahr die Zukunft der Menschheit im Jahr 2075 sein wird – also genau 99 Jahre nach der Gründung des Mac-, iPhone- und iPad-Herstellers.

Wozniak und Jobs glaubten damals, ein Unternehmen für die Ewigkeit gegründet zu haben. Auch wenn es in den 1990ern zeitweise nicht danach aussah, stehen die Chancen mittlerweile gut, dass die „beiden Steves“ Recht behalten werden: „Woz“ glaubt, dass es Apple für sehr, sehr lange Zeit geben werde. Als Vergleich nennt er IBM – das Unternehmen besteht seit 1911. Man müsse sich nur Apples Barreserven in Höhe von rund 250 Milliarden US-Dollar ansehen: Apple sei aktuell in der Position, in alles investieren zu können. Es wäre daher lächerlich, zu erwarten, dass es das Unternehmen im Jahr 2075 nicht mehr geben würde. Dasselbe gelte für Google und Facebook.

iPhone 7 Review.

Wozs Vision: Eine Welt mit Wüstenstädten und Marskolonie

Welche Produkte diese Unternehmen dann anbieten werden lässt sich natürlich deutlich weniger leicht vorhersagen. Wozniak glaubt, dass Menschen im Jahr 2075 in Städten überall auf „Smart Walls“ treffen werden, also Zimmerwände und andere Flächen, mit denen sie wie interaktiv agieren können – beispielsweise also in einem Geschäft. Menschen würden Geräte tragen, die Krankheiten diagnostizieren und es ihnen direkt erlaubten, verschreibungspflichtige Medikamente zu kaufen. Die Frage, inwieweit man Ärzte ersetzen könne, sei eher eine ethische als eine technologische.

Außerdem würden Menschen Kleidung mit integrierter „Klimaanlage“ tragen – da die Städte der Zukunft sich oft in Wüsten befinden würden. Dort gebe es immerhin deutlich weniger Platzprobleme, so dass sich komplett neue, geplante Städte bauen ließen. Die Extremform einer solchen Wüstenstadt wäre eine Marskolonie – an die Woz für die Welt in 60 Jahren glaubt. Allerdings werden auch dort wohl nur Menschen als intelligente Wesen leben: Es gebe zwar eine kleine Chance, dass die Menschheit mal mit Lebewesen aus anderen Sonnensystemen kommunizieren werde. Daher sei es einen Versuch wert, große Hoffnungen habe er diesbezüglich aber nicht.

Quelle: USA Today

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