Beim zweiten Beispiel wird noch deutlicher, wie das alles bei den Shoots von Richardson abläuft. Das kanadische Model Liskula Cohen wurde mal für ein Vogue-Shooting gebucht. Dort waren laut ihrer Aussage Männer anwesend, die keine Models, sondern Freunde von Richardson waren. Einer von ihnen fragte Liskula, ob sie sich nicht ausziehen wolle und ihm einen blasen möchte.

Nach der Frage verließ Liskula sofort das Set und ein anderes Model sprang daraufhin ein, um den Blow Job zu übernehmen. Das Model hatte offenbar keine Bedenken und wollte sicherlich unbedingt von Richardson fotografiert werden. Natürlich ist es möglich, dass die Vogue nichts von alledem wusste. Wenn man sich aber den Ruf von Terry Richardson in der Modelszene betrachtet, hätten sie es wissen müssen. Liskula trug dieses offene Geheimnis nun über 12 Jahre mit sich herum und es zerriss sie innerlich. Sie war froh, dass die Bilder von dem Tag niemals an die Öffentlichkeit gedrungen sind. Richardson gab ihr das Gefühl, als sei sie eine Prostituierte. Dass sie jetzt mit dieser Geschichte um die Ecke kommt, liegt einfach daran, dass sie andere Models davor bewahren will, diesen Schritt zu machen, nur um „berühmt“ zu werden. Es verfolgt einen das ganze Leben und viele Models schämen sich dafür, teilen es aber niemanden mit. Liskula hätte nicht gewusst, was sie ihrer Tochter erzählen sollte, wenn diese die Bilder zu Gesicht bekommen hätte.

Ein weiteres Beispiel ist das Ex-Model Jamie Peck, die ein Shooting in einer Ausgabe der Gloss von 2010 beschreibt. Damals bat Richardson sie, ihren Tampon heraus zu nehmen, damit er mit ihm spielen kann. Als sie sich aber weigerte, zog sich Richardson aus und ging auf sie zu, um ein bisschen vor ihr rum zu wackeln. Sein Körper war nur noch mit Tattoos bedeckt und der kleine beste Freund des Mannes kam ihr beharrlich nah.

Modebranche aufgewacht! Terry Richardson poppt sich durch die Welt!
Bildquelle: theempressofdress.com

Rie Rasmussen, ein dänisches Model, erzählte 2012 der Jezebel, dass die Mädchen zu viel Angst haben, „nein“ zu sagen. Nur weil ihre Agentur sie für den Job bucht und sie noch zu jung sind, um für sich selbst zustehen. Ein weiteres Model, dessen Name nicht genannt wurde, gab im selben Artikel an, dass Richardson Bilder gemacht habe, als er auf ihrem Gesicht gekommen sei. Nachdem das durch war, ging sie ins Bad, um ihr Gesicht zu waschen. Von da hörte sie, wie Richardson und sein Assistent Witze über sie machten. Da beschloss sie, niemanden von der Aktion zu erzählen.

Richardsons Lebenslauf liest sich natürlich super!

Auf dem Papier wirkt der Lebenslauf von Terry Richardson hammermäßig. Immerhin durfte er schon die Showbiz-Größen wie Madonne, Beyoncé, die Gossip-Girl-Darsteller, Lady Gaga und viele weitere ablichten. Die ganz Großen wollen unbedingt von ihm porträtiert werden. Aber warum zum Teufel wollen sie das? Da versteh einer die Welt, bei solch harten Aussagen von verschiedenen Models.

Irgendwie ist es schwer, den Top-Fashion-Publikationen und Designern zu glauben, dass sie von alledem nichts wissen. Vielleicht wollen sie es auch gar nicht wissen, da sein Style, warum auch immer, so kommerziell erfolgreich ist. Ein Mode-Insider, der in der Branche hochangesehen ist, sagt auch, dass das Verhalten von „Onkel Terry“ bekannt sei.  Aber niemand will mit der Sprache so recht rausrücken und es öffentlich zugeben. Hinzu kommt, dass sich die jungen Models gar nicht erlauben können, es sich mit den etablierten Namen zu verscherzen, da die Modebranche keine sicheren Arbeitsplätze parat hält. Das nächste Booking eines jenen Models ist abhängig von den Kreisen, in denen es sich aufhält. Jeder kennt ja jeden oder nicht!?

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