Donald Trump zu „Tim Apple”: Kein Versehen, sondern die beste Abkürzung aller Zeiten?

Holger Eilhard

Vor einigen Tagen nannte US-Präsident Donald Trump den Apple-Chef kurzum „Tim Apple“. Nun erklärt Trump via Twitter, dass das kein Fehler war, sondern nur eine einfache Abkürzung.

Donald Trump zu „Tim Apple”: Kein Versehen, sondern die beste Abkürzung aller Zeiten?
Bildquelle: White House/Flickr.

„Tim Apple“: Nur eine Abkürzung um Zeit und Worte zu sparen

Im Rahmen der Besprechungen des „American Workforce Policy Advisory Board“ am 6. März 2019 nannte US-Präsident Donald Trump den neben ihm sitzenden Apple-CEO nicht Tim Cook; stattdessen machte Trump aus dem Namen ein „Tim Apple“. Dies sorgte nicht nur in den Medien, sondern auch etwa bei Twitter für viele Kommentare.

Tim Cook selbst äußerte sich nicht explizit zu dem Vorfall. Wenige Stunden änderte er aber seinen Namen auf Twitter von „Tim Cook“ auf „Tim“ gefolgt von einem Apfel-Logo – eine klare Anspielung auf Trumps Aussage.

Eine Woche später griff Trump das Thema nun erneut auf und erklärte auf Twitter, dass er mit der Abkürzung schlicht „Zeit und Worte sparen“ wollte, nachdem er „Tim Cook von Apple bereits zuvor formal vorgestellt“ hatte. Gleichzeitig warf er den „Fake News“ vor, dass sie diese Situation genutzt haben, um eine neue „schlechte Trump Story“ aufzubauschen. Im Protokoll des White House wurde die entsprechende Stelle mit einem Gedankenstrich versehen.

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„Danke, Tim Apple“: So lacht das Netz über Donald Trumps letzten Ausrutscher.

Tim Cook: Erfolgreicher Einfluss auf Streitigkeiten zwischen USA und China

Tim Cook hat sich im Gegensatz zu anderen CEO der US-Technologiebranche nicht deutlich von Trump distanziert, wenngleich er bestimmte Ansichten des Präsidenten, zum Beispiel bei der Immigration oder dem Klimaschutz, kritisiert. Diese Zurückhaltung könnte laut Politico (via heise) dabei helfen, dass Apple im Gegensatz zu anderen Unternehmen besser aus dem aktuellen Streit zwischen den USA und China heraustreten könnte. Hinzu kommen aber auch enge Beziehungen mit der Regierung und den Geschäftsleuten im Reich der Mitte.

Würde dieser Handelsstreit eskalieren, wäre Apple eines der Unternehmen, das am stärksten von etwaigen Strafzöllen betroffen wäre. So findet unter anderen die Produktion des iPhones zum Großteil in China statt. Um die Zölle zu verhindern, präsentierte sich Tim Cook auch schon als Diplomat zwischen den beiden Ländern.

„Tim Apple“ oder „Marillyn Lockheed“: Trumps Versprecher haben Geschichte

Trump hatte bereits in der Vergangenheit mehrfach seine Politikerkollegen oder CEOs mit den falschen Namen angesprochen oder erwähnt. So wurde im März 2018 etwa aus Marillyn Hewson, der Chefin des amerikanischen Rüstungs- und Technologiekonzerns Lockheed Martin, „Marillyn Lockheed“.

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