Tim Cook über Trumps Einreisestopp: „Eine Politik, die Apple nicht unterstützt“

Florian Matthey

Der von der US-Regierung verhängte Einreisestopp für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern sorgt auch im Silicon Valley für Aufregung. In einer Mail an Mitarbeiter hat sich Apple-CEO Tim Cook jetzt deutlich gegen die Maßnahme ausgesprochen.

Tim Cook über Trumps Einreisestopp: „Eine Politik, die Apple nicht unterstützt“

Tim Cook traf letzte Woche Politiker in Washington

Tim Cook war Ende letzte Woche in Washington, um sich dort mit einigen Vertretern des politischen Betriebs zu treffen – unter anderem mit Senatoren, aber auch zu einem Abendessen mit Donald Trumps Tochter Ivanka und ihrem Mann Jared Kushner, der ein wichtiger Berater des Präsidenten ist.

Während seines Aufenthalts in Washington verschickte Cook auch eine Nachricht an alle Mitarbeiter des Unternehmens, in der er sich zum umstrittenen Erlass des US-Präsidenten äußert. Dieser sieht ein Einreiseverbot für Staatsbürger sieben mehrheitlich muslimischer Nationen vor.

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Cook berichtet, dass er in seinen Gesprächen in Washington klar gemacht habe, dass Apple und er Immigration für wichtig hielten – sowohl für das Unternehmen selbst als auch die Zukunft der Nation. Apple würde ohne Immigration nicht existieren und erst recht nicht so erfolgreich Innovationen schaffen.

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„Eine Politik, die Apple nicht unterstützt“

Viele Apple-Mitarbeiter machten sich Sorgen über den Erlass. Diese Sorgen teile Cook. Es handle sich nicht um eine Politik, die Apple unterstütze. Es gebe Apple-Mitarbeiter, die direkt von der Maßnahme betroffen seien. Die Personal-, Rechts- und Sicherheitsabteilungen des Unternehmens hätten diese kontaktiert, um sie zu unterstützen. Über das interne Netzwerk AppleWeb könnten Mitarbeiter Fragen zu Migrationspolitik stellen. Apple habe auch das Weiße Haus kontaktiert, um diesem die negativen Auswirkungen auf das Unternehmen mitzuteilen.

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Diversität mache das Team stärker. Bei Apple hätten Menschen tiefe Empathie füreinander und unterstützten sich gegenseitig. Das sei jetzt genauso wichtig wie vorher und würde sich nicht ändern. Er wisse, dass er sich auf alle Mitarbeiter verlassen könne, dass diese dafür sorgten, dass sich jeder bei Apple willkommen, respektiert und wertgeschätzt fühle. Apple sei für jeden offen, „egal, woher sie kommen, welche Sprache sie sprechen, wen sie lieben oder wen sie anbeten“. Bei Apple arbeiteten heute Menschen aus der ganzen Welt.

Zum Schluss zitiert Cook Martin Luther King, den er oft als eines seiner Vorbilder nennt: „Wir sind alle mit verschiedenen Schiffen gekommen, aber jetzt sitzen wir alle im selben Boot.“

Ein interessantes Detail am Rande: Der leibliche Vater von Apples Mitgründer und langjährigem CEO Steve Jobs war ein syrischer Einwanderer. Syrien ist eines der Länder, aus dem Menschen aktuell nicht in die USA einreisen dürfen.

Quelle: Recode

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