Tim Cook erhält Ehrendoktor in Glasgow – und spricht über Immigration, Steve Jobs und den Apple Pencil

Florian Matthey

Tim Cook war gestern nach seinem Besuch in Deutschland und Frankreich in Schottland, um einen Ehrendoktortitel der Universität Glasgow entgegen zu nehmen. Der Apple-CEO sprach bei diesem Anlass über den Apple Pencil, Steve Jobs und Immigration.

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Tim Cook rät Studenten: Denkt nicht nur ans Geld

Tim Cook erhielt gestern die Ehrendoktorwürden der Universität Glasgow – was der Hauptgrund für seine Europa-Reise gewesen sein dürfte. Im Rahmen der Verleihung sprach der Apple-CEO auch mit Studenten, die an der Zeremonie teilnahmen – zu vielen verschiedenen Themen.

Unter anderem gab Cook den Studenten den Rat mit auf dem Weg, dass ihr wichtigstes Ziel nicht sein sollte, Geld zu verdienen. Das nutze sich schnell ab oder man würde dann das Gefühl haben, nie genug zu haben. Er selbst würde seinem jüngeren Selbst sagen, dass es einen wichtigen Unterschied mache, ob man seine Arbeit nur mache oder ob man sie auch liebe.

Klare Ansage zu Einreisestopp in den USA

Cook sprach sich auch erneut gegen den Einreisestopp für Menschen aus sieben Ländern der US-Regierung aus. Wenn man das einfach mit ansehe und nichts sage, werde man Teil davon. Reichere Länder hätten eine Verantwortung, Menschen aufzunehmen, die vor einem Bürgerkrieg fliehen. Man könne sich sinnvollerweise darüber unterhalten, bis zu welchem Ausmaß das geschehen soll. Man könne auch sinnvollerweise sagen, dass Amerika nicht genug für seine Bürger tue. Es sei aber nicht unbedingt so, dass nur das eine oder andere möglich sei.

Steve Jobs‘ Philosophie lebe weiter – und: Apple Pencil ist kein Stylus

Der Apple-CEO sprach auch über seinen verstorbenen Vorgänger Steve Jobs. Jobs sei die Person gewesen, die ihn in seinem Leben mit Abstand am meisten beeinflusst habe. Seine „DNA“ sei immer noch der Kern von Apple, und werde es auch immer sein. „Seine Philosophie wird in 100 Jahren bei Apple sein.“ Sie werde von Generation zu Generation weitergegeben.

Ein Produkt, von dem viele Beobachter meinen, dass sich Apple mit ihm von Jobs‘ Ideen verabschiedet hat, ist der Apple Pencil – immerhin hatte Jobs bei der Präsentation des ersten iPhone ziemlich klar gemacht, dass er nichts von einem Stylus als Eingabegerät halte.

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Cook stimmt zu, dass Jobs den Stylus gehasst habe – aber der Apple Pencil sei eben kein Stylus. Stattdessen handle es sich um ein Werkzeug für Kreative. Er habe in Paris einen Designer getroffen, der statt mit Papier nur noch mit einem iPad Pro und Apple Pencil arbeite. Für Designer sei es wichtig, immer Werkzeug zum Zeichnen dabei zu haben, weil sie vorher nie wüssten, wann sie durch etwas inspiriert werden. Der Designer habe früher immer ein Kästchen mit vielen verschiedenen Buntstiften dabei haben müssen, jetzt reiche der eine Apple Pencil für alle Farben.

Die gesamte Zeremonie und das Gespräch ist bei YouTube als Aufzeichnung erhältlich – wenn auch nicht in sehr guter Qualität; ein Teilnehmer der Veranstaltung hat aus dem Publikum heraus gefilmt. Allerdings lassen sich Cooks Ausführungen gut verstehen.

Quelle: via 9 to 5 Mac

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