Tim Cook ist Gastgeber für Spendenveranstaltung von Republikaner-Chef Ryan

Florian Matthey

Wegen Donald Trump will Apple offenbar den republikanischen Parteitag nicht unterstützen. Das Unternehmen will die Partei aber nicht komplett boykottieren: Tim Cook wird Gastgeber einer Spendenveranstaltung des „Fraktionschefs“ Paul Ryan sein.

Tim Cook ist Gastgeber für Spendenveranstaltung von Republikaner-Chef Ryan

Politico berichtet, dass der Apple-CEO Tim Cook nächste Woche als einer der Gastgeber einer Spendenveranstaltung oder „Fundraiser“ des republikanischen Politikers Paul Ryan sein wird. Ryan ist Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus; in etwa vergleichbar mit der Position des Fraktionsvorsitzenden der Regierungspartei im deutschen parlamentarischen System.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung in leitender Position wolle Apple versuchen, engere Kontakte zu Mitgliedern der republikanischen Partei aufzubauen. Damit wird Apple nicht „republikanisch“; vielmehr ist es üblich, dass Unternehmen Kontakte zu beiden großen amerikanischen Parteien aufrecht erhalten und diese auch unterstützen. Umso bemerkenswerter war die ebenfalls von Politico verbreitete Meldung, dass Apple anders als in den Vorjahren weder Geld noch Apple-Produkte für den Nominierungsparteitag der Republikaner bereitstellen will, auf dem Donald Trump offiziell zum Präsidentschaftskandidaten gekürt werden soll.

Bei der Spendenveranstaltung wird es sich um ein „privates Frühstück“ am nächsten Dienstag im Menlo Park in Kalifornien handeln. Apples Schatzmeister Gary Wipfler soll zusammen mit Cook und Ryan ebenfalls einer der Gastgeber sein. Das Geld, dass Ryan über diese Veranstaltung sammelt, soll den Wahlkämpfen republikanischer Kandidaten für das Repräsentantenhaus zugute kommen. Politico hat eine der Einladungen zu der Veranstaltung zu Gesicht bekommen.

Offiziell werden Cook und Wipfler als Privatpersonen als Gastgeber auftreten, nicht Apple selbst – anders als andere IT-Unternehmen habe Apple kein „Political Action Committee“ für entsprechende Events. Traditionell war Apple in Sachen Politik lange Zeit zurückhaltend; seit das Unternehmen insbesondere im Smartphone-Geschäft als ein führendes Unternehmen geworden ist, sind die Ausgaben für Lobbyismus aber stetig gestiegen.

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