Tim Cook hat an der BoxWorks-Konferenz 2015 für ein Gespräch mit Box-CEO Aaron Levie teilgenommen. Der Apple-Chef sprach über Apples Strategie für den Business-Bereich, der durch mehrere Partnerschaften wieder stärker in den Vordergrund gerückt ist.

 

Tim Cook

Facts 

Mac Rumors hat das Gespräch zwischen Cook und Levie, dem Chef des File-Sharing- und Cloud-Anbieters Box, zusammengefasst. Zunächst hob Cook hervor, dass sich Strategien für den Business- und andere Bereiche gar nicht so sehr unterscheiden müssen – es gebe kein „Unternehmens-Smartphone“, genauso wenig wie es Autos für Unternehmen gebe. Mobile Geräte könnten die Produktivität von Unternehmen erhöhen und eröffneten Möglichkeiten, Betriebsabläufe zu verändern.

Dennoch werden iPhone und iPad in Unternehmen immer Beliebter, und Apple hat diese Entwicklung bewusst vorangetrieben – unter anderem mit Partnerschaften mit Unternehmen wie Cisco und Box, aber auch mit IBM und mit Microsoft. Cook erklärt, er halte nichts davon, gegenüber früheren Konkurrenten nachtragend zu sein: Apple und Microsoft könnten in mehr Bereichen kooperieren als konkurrieren.

Auf die Frage, warum sich Unternehmen nicht ebenso für Android-Geräte wie für Apples Produkte entscheiden können, erklärte Cook, dass Benutzer sich die bestmögliche Hardware wünschen, in der die bestmögliche Sicherheit von Anfang an in einem vereinten System eingebaut sei.

Diesbezüglich spiele dann auch der Mac eine Rolle: OS X sei das System, das durch Features wie Continuity am besten mit iOS-Geräten zusammenarbeitet. Die Benutzer wünschten sich eine Wiedererkennbarkeit. Allerdings seien iOS und OS X weiterhin zwei separate Systeme – und Apple beabsichtige nicht, sie zu vermischen.

In Zukunft könnte Apple im Unternehmens-Bereich noch durch weitere Produkte wie die Apple Watch oder auch das Apple TV wachsen. „Wir haben noch gar nicht angefangen“, so Cooks Antwort auf weitere Wachstumsmöglichkeiten.

Cook und Levie unterhielten sich außerdem über das neue „iPhone Upgrade Program“, mit dem Apple amerikanischen Kunden quasi ein iPhone-Abonnement anbietet – für eine monatliche Miete erhalten sie jedes Jahr ein neues iPhone. Dies, so Cook, vermeide „Reibungen“ beim Kauf eines neuen iPhones. Den Vorschlag Levies, in Zukunft doch ein Kombi-Abonnement für iPhone, iPad, Mac, Apple Watch und Co. für 64 US-Dollar im Monat anzubieten, quittierte der Apple-CEO aber nur mit einem Lachen.

Außerdem sprachen die Manager auch über Apples Gleichstellungs-Bestrebungen (Cook: „Für mich ist es schockierend, dass wir im Jahr 2015 noch über dieses Thema sprechen müssen.“) und die Förderung des staatlichen Bildungssystems sowie des Umweltschutzes. Zum Schluss gab es noch ein kurzes Brainstorming darüber, welche Rolle Apple Music im Business-Bereich spielen könnte – vielleicht in Form eines Online-Radiosenders mit Musik, Talkshows und Nachrichten.