Tim Cook spricht sich für Ausweitung des US-Antidiskriminierungsrechts aus

Florian Matthey

Apples CEO Tim Cook hat sich in die Debatte um ein mögliches neues Antidiskriminierungsgesetz eingeschaltet: In einem Zeitungskommentar verweist er darauf, dass Apple Schwule, Lesben und Transsexuelle vor Diskriminierung schütze und der Gesetzesentwurf dies endlich bundesweit für alle Unternehmen rechtlich verbindlich machen würde.

Der Apple-Chef Tim Cook ruft US-Senatoren in einem Kommentar für das Wall Street Journal (via Mac Rumors) im Namen Apples dazu auf, dem Gesetzesentwurf zuzustimmen. Abgeordnete des Repräsentantenhauses sollte den Entwurf seinerseits auch in diese Kammer des US-Kongresses einbringen.

Apples eigene Antidiskriminierungsrichtlinien gingen über das Niveau hinaus, in dem Angestellte in den USA bundesweit vor Diskriminierung geschützt werden - vor allem aufgrund dessen, weil Apple auch Schwule, Lesben und Transsexuelle schütze. Der neue Gesetzesentwurf würde das US-Antidiskriminierungsrecht „endlich“ erneuern, um Angestellte auch vor Diskriminierung anhand der sexuellen Ausrichtung oder der Geschlechtsidentität zu schützen.

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Das neue Gesetz sieht Vorschriften für alle Arbeitgeber mit Ausnahme religiöser Institutionen vor. Die Regelungen wären dann offenbar vergleichbar mit dem deutschen Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz, das wiederum auf die EU-Antidiskriminierungsrichtlinie zurückgeht.

Apple hat sich in der Vergangenheit schon öfters für die Belange Homosexueller eingesetzt; beispielsweise sprach sich das Unternehmen im Jahr 2008 für die Beibehaltung der gleichgeschlechtlicher Ehen in Kalifornien aus. Dass sich ein Apple-Chef mit einem Kommentar in einer Zeitung zu Wort meldet ist jedoch kein alltäglicher Vorgang. Tim Cook ist selbst homosexuell, verrät aber allgemein wenig über sein Privatleben.

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