Tim Cook spricht über Apple-Music- und Apple-Watch-Zahlen, Autos und mehr

Florian Matthey 4

Apples CEO Tim Cook hat sich wieder einmal auf einer Konferenz zu aktuellen und künftigen Produkten geäußert – zu letzteren aber natürlich nicht viel verraten. Auf der WSJDLive-Konferenz ging es um die Apple Watch, Apple Music, Datenschutz, Autos und mehr.

Tim Cook spricht über Apple-Music- und Apple-Watch-Zahlen, Autos und mehr

Tim Cook hat sich auf der WSJDLive-Konferenz im Gespräch mit dem Wall-Street-Journal-Redakteur Gerry Baker zu zahlreichen Themen geäußert. Zusammenfassungen des Gesprächs sind unter anderem beim Wall Street Journal selbst, bei The Verge sowie bei Mac Rumors und 9 to 5 Mac zu lesen.

Baker fragte den Apple-CEO unter anderem nach den Verkaufszahlen der Apple Watch. Diese hat Apple bei der Bekanntgabe des jüngsten Quartalsergebnisses nicht beziffert – und offenbar will das Unternehmen dies auch in der Zukunft nicht tun. Cook nannte als Begründung hierfür Wettbewerbserwägungen. Nur so viel: „Wir haben viele im ersten Quartal ausgeliefert, und im vergangenen Quartal waren es noch mehr. Und ich kann vorhersagen, dass es in diesem Quartal noch mehr sein werden.“ Die Kundenzufriedenheit sei phänomenal („off the charts“). Auf die Frage, ob es eine Apple Watch geben wird, die kein iPhone voraussetzt, wollte cook nicht antworten.

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Zahlen nannte Cook jedoch bezüglich Apple Music: Aktuell gebe es 6,5 Millionen zahlende Apple-Music-Benutzer, weitere 8,5 Millionen Benutzer seien noch in der dreimonatigen kostenlosen Probephase. Apple Music ist am 1. Oktober drei Monate alt geworden; für die Benutzer der ersten Stunde endete die Gratis-Phase an diesem Tag. Seitdem war unklar, wie viele sich entschieden haben, 9,99 oder 14,99 US-Dollar – beziehungsweise hierzulande: Euro – für den Dienst zu bezahlen. Ende Juli war von 10 Millionen (damals ausschließlich: Gratis-)Benutzern die Rede. Apple ist mit den 6,5 Millionen offenbar zufrieden: Man fühle sich „fantastisch“ über die Entwicklung.

Baker und Cook kamen auch auf das iPhone 6s. Baker konfrontierte Cook mit dem Eindruck mancher Beobachter, dass Apple nur alle zwei Jahre wirklich innovative iPhones veröffentliche – wobei sich dieser Eindruck einzig daraus erklären lassen dürfte, dass die neuen iPhones in den anderen Jahren kein neues Gehäuse-Design bekommen. Der Apple-CEO verwies jedoch darauf, dass das iPhone 6s durch seine Neuerungen genauso innovativ sei wie letztes Jahr das iPhone 6.

Wenig überraschend versuchte Baker auch, etwas über das Apple Car oder iCar aus Tim Cook herauszukitzeln – Gerüchten zufolge soll Apple an einem Elektro-Auto arbeiten. Cook erklärte jedoch lediglich, dass Software für Autos immer wichtig ist und eine Elektronisierung des Autos stattfinde, die auch selbstfahrende Fahrzeuge ermöglicht. Zunächst wünscht sich Apple nur ein gutes Benutzererlebnis mit dem iPhone im Auto. „Wir werden sehen, was wir in der Zukunft tun werden.“

Bezüglich des Punktes Datenschutz erklärte Cook lediglich, dass der richtige Umgang mit Daten der Benutzer für Apple sehr wichtig sei. Es sei möglich, ein exzellentes Benutzererlebnis anzubieten und gleichzeitig die Daten der Benutzer zu schützen. Cook hob auch erneut hervor, dass Zugangsmöglichkeiten zu verschlüsselter Kommunikation oder verschlüsselten Daten auf Geräten ein Problem seien, da sich diese auch immer missbrauchen ließen – Apple steht wie andere IT-Unternehmen durch Behörden in der Kritik, weil die Firmen dem Staat eben keinen solchen Zugriff ermöglichen.

Cook äußerte sich außerdem über Apples soziales Engagement: Apple habe eine Verantwortung, „ein guter globaler Bürger“ zu sein. Das Unternehmen setze sich für die Umwelt, Menschenrechte, Bildung und andere Projekte ein. Wie üblich erklärte Cook, dass man bei Apple die Welt besser verlassen möchte, als man sie vorgefunden hat. Neu ist aber eine Kritik an staatlichen Strukturen in diesem Zusammenhang: „Denn Regierungen funktionieren nicht gut.“

Apple setzt sich unter anderem auch für Diversität, für Flüchtlinge in Europa oder gegen die Diskriminierung von Homosexuellen ein, womit sich das Unternehmen in konservativen Kreisen auch Feinde machen könnte – so zumindest die These von Baker. Darüber mache sich Apple laut Cook aber keine Gedanken – das Unternehmen versuche nicht, anderen seine Auffassung aufzudrängen. Wer in diesen Bereichen nicht mit Apple übereinstimme, werde die Produkte hoffentlich trotzdem für großartig halten.

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