Tim Cook spricht über Apples und Googles Umgang mit Daten

Florian Matthey 19

Tim Cook hat sich im Rahmen eines Abendessen einer Datenschutz-Organisation zu Apples Umgang mit Daten geäußert. Der Apple-CEO vergleicht die Herangehensweise vor allem mit Google: Apple verdiene sein Geld nicht durch die Weitergabe von Daten.

Tim Cook spricht über Apples und Googles Umgang mit Daten

Tim Cook sprach per Video-Botschaft beim „Champions of Freedom Awards Dinner“ des Electronic Privacy Information Center, das am Montagabend in Washington DC stattfand. Der Apple-CEO äußerte sich sowohl bezüglich des Umgangs von Unternehmen mit Daten als auch bezüglich des Zugangs für Regierungen.

Ohne Google beim Namen zu nennen - er sprach nur von „anderen prominenten Unternehmen im Silicon Valley - kritisierte Cook den aktuellen Lieblingskonkurrenten scharf: Es gebe im Silicon Valley die Geschäftsidee, Kunden durch kostenlose Angebote bezüglich ihrer Daten in eine Gleichgültigkeit einzulullen. „Die sammeln alles, was sie über dich erfahren können und versuchen, es zu monetisieren. Wir glauben, dass das falsch ist. Und das ist nicht die Art Firma, die Apple sein möchte.“

Die Botschaft ist klar: Apple verdient in erster Linie Geld durch seine Hardware, für die kostenlose Angebote wie iCloud das Verkaufsargument sind. Google versuche jedoch, durch solche Angebote selbst Geld zu verdienen, was eben nur dann funktioniere, wenn persönliche Daten der Kunden für Werbezwecke verwendet werden.

Apple glaube nicht, dass es kostenlose Angebote wert sind, dass die eigenen E-Mails, der eigene Suchverlauf „und jetzt sogar die eigenen Familienfotos“ für „weiß Gott für welche Werbezwecke“ verkauft würden. Mit „Familienfotos“ bezieht sich Cook auf Googles jüngstes Angebot Google Fotos.

Cook äußerte sich auch zum Thema Verschlüsselung. Seit Jahren schütze Apple die iMessages- und FaceTime-Kommunikation zwischen Kunden - „weil wir glauben, dass der Inhalt eurer Nachrichten Und Videochats uns nichts angeht“. Apple glaube auch nicht daran, dass man Regierungen den Zugriff erlauben sollte: „Wenn man einen Schlüssel unter die Fußmatte für die Polizei legt, kann ein Einbrecher ihn auch finden“, so Cook. Regierungsvertreter kritisieren immer wieder verschlüsselte Kommunikation wie iMessages. Der britische Premierminister David Cameron hatte beispielsweise angekündigt, dass er im Falle einer Wiederwahl verschlüsselte Kommunikation ganz verbieten wolle.

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