Tim Cook will für mehr Unterstützung Aufsichtsrat erweitern

Julien Bremer 2

Tim Cook ist aktuell bemüht, nach der Ära von Steve Jobs Apple für die Zukunft gut aufzustellen. Anscheinend fühlt er sich vom Aufsichtsrat ausgebremst. Nun versucht er diesen mit neuen Leuten zu besetzen, von denen er sich mehr Untertsützung erhofft.

Tim Cook will für mehr Unterstützung Aufsichtsrat erweitern

Ein aktueller Artikel des Wall Street Journal gibt einen umfassenden Überblick über den Führungsstil des Tim Cook und vergleicht ihn mit dem des Vorgängers und Apple-Mitbegründers Steve Jobs. Die meisten Punkte sind uns bereits bekannt, dennoch gibt der Artikel einen soliden Überblick über den Führungsstil von Tim Cook.

Ein Unterschied ist, dass Tim Cook sich nur selten direkt in die Produktentwicklung einmischt. Er delegiert die Aufgaben häufiger als sein Vorgänger. So soll Chefdesigner Jony Ive mittlerweile eine tragende Säule für diesen Bereich sein. Jobs hingegen hatte am liebsten die Kontrolle über sämtliche Faktoren und gab nur ungern Aufgabenbereiche in andere Hände.

Außerdem trägt der Beats-Deal sowie die Einstellung von Angela Ahrends als Verantwortliche für die Retail und Online Stores von Apple die Handschrift von Tim Cook. Er ist dem Bericht zufolge mehr Manager als Visionär. Um seinen Führungsstil weiterhin durchzusetzen, ist Apples aktueller CEO laut des Berichts auf der Suche nach neuen Mitgliedern für den Aufsichtsrat (Board of Directors).

Dieser besteht neben Tim Cook bislang aus sieben weiteren Mitgliedern, die in der Mehrheit für die Loyalität zu Steve Jobs bekannt sind und die Entscheidungen des aktuellen Apple-Chefs nicht immer mit Wohlwollen zur Kenntnis nehmen. Von diesen sieben sind sechs bereits älter als 63 Jahre. Vier von ihnen sitzen bereits seit über einem Jahrzehnt im Aufsichtsrat von Apple. Mit einer Erweiterung des Gremiums erhofft sich Cook mehr Fürsprache bei wichtigen Entscheidungen, die er zu treffen hat.

Unter Cook ist Apple ein freundlicherer Arbeitgeber geworden. Jobs hingegen hat seine Angestellten häufiger extremen Drucksituationen und Belastungen ausgesetzt, was sie wiederum in einigen Fällen zu Höchstleistungen getrieben hat. Doch es gibt unter den Angestellten auch kritische Töne, die Cooks Arbeitsweise bemängeln. So soll ein ehemaliger Apple-Angestellter gesagt haben, dass Apple unter Cook den Fokus für die wenigen, aber wichtigen Dinge verloren habe und mittlerweile auf zu vielen Hochzeiten tanze. Es gehöre demnach nicht zu Cooks Stärken, „Nein“ zu sagen – im Gegensatz zu Jobs.

via Wall Street Journal

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