AMD Ryzen 5 1600: Mehr Leistung als der Core i7-7700K von Intel

Peter Hryciuk

Der neue AMD-Prozessor Ryzen 5 1600 wird nicht nur sehr günstig, sondern auch überraschend leistungsstark, wie ein erster Testbericht noch vor dem Marktstart enthüllt. Der Prozessor übertrumpft sogar den Core-i7 7700K.

AMD Ryzen 5 1600: Mehr Leistung als der Core i7-7700K von Intel
Bildquelle: heise.

AMD Ryzen 5 1600 überzeugt im ersten Test

Offiziell gehen die AMD-Ryzen-5-Prozessoren erst in der kommenden Woche am 11. April 2017 an den Start, doch schon jetzt ist ein umfangreicher Testbericht aufgetaucht, der den Ryzen 5 1600 auf Herz und Nieren prüft. Der Sechs-Kern-Prozessor erreicht dabei eine überraschend hohe Rechenleistung, schwächelt aber wie schon der Ryzen 7 in Spielen. Im Hinblick auf den geringen Preis von nur 219 US-Dollar könnte dieses Modell aber eine interessante Alternative zum deutlich teureren Core i7-7700K von Intel werden. Der Intel-Prozessor erreicht im Cinebench-R15-Benchmark einen Wert von 986 Punkten und liegt damit deutlich hinter dem Ryzen 5 1600 mit beachtlichen 1.123 Punkten. Der Ryzen 7 1700X mit acht Kernen schafft im Vergleich dazu 1.486 Punkte.

Der AMD Ryzen 5 1600 codiert auch etwas schneller als der Quad-Core-Prozessor Core i7-7700K. So erreicht der Ryzen 5 im x264-Benchmark 36 Frames pro Sekunde, während der Intel-Prozessor auf 33 Frames pro Sekunde kommt. Nur der Ryzen 7 1700X erreicht mit 44 Frames pro Sekunde noch einmal mehr.

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Ryzen 5 1600 bei Spielen auf Höhe des Ryzen 7 1700X

AMD Ryzen 7: Präsentation der neuen High-End-Prozessoren.

Die Schwäche der Ryzen-Prozessoren bei Spielen bleibt auch beim Ryzen 5 erhalten. Der Mittelklasse-Prozessor ist sogar ähnlich schnell wie der Ryzen 7. Das liegt in erster Linie daran, dass die Spiele nicht an die neuen Prozessoren von AMD angepasst sind. Mit zukünftigen Titeln dürfte sich das bessern, wenn mehr Nutzer auf die Zen-Architektur setzen.

Der Ryzen 5 1600 stellt dabei nicht einmal das Topmodell der Ryzen-5-Serie dar. Der Takt liegt „nur“ bei 3,2 GHz und im Turbo bei 3,6 GHz pro Kern. Mit einer Erhöhung der Kernspannung lässt sich der Prozessor aber auf bis zu 3,9 GHz übertakten und so nochmals deutlich beschleunigen. So kann man sich die 30 US-Dollar Aufpreis für den Ryzen 5 1600X mit 3,6 GHz im Grunde sparen. Zum Marktstart der Ryzen-5-Prozessoren am 11. April erfahren wir endlich die Euro-Preise und können diese dann direkt mit den Preisen für den Core i5 und i7 von Intel vergleichen.

Quelle: elchapuzasinformatico via heise

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