Nvidia war der erste Chiphersteller, der mit dem Tegra 2 einen Dual Core-Chipsatz für mobile Geräte auf den Markt gebracht hat. Mit dem Tegra 3-Chipsatz wurde Anfang dieses Jahres zudem der erste mobile Quad Core-Prozessor auf den Markt gebracht, der inzwischen auch in den ersten Geräten verbaut wird. Die nächste Iteration, Tegra 4, soll bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres fertiggestellt und Anfang 2013 in ersten Geräten erhältlich sein, wird aber auch „nur“ über vier Kerne verfügen.

 

Nvidia Tegra 4

Facts 

Nach zwei- und vierkern-Prozessoren wäre der nächste logische Schritt, dass Nvidia mit dem Tegra 4 eine CPU mit sechs oder sogar acht Kernen für mobile Geräte herausbringen wird. Diesen Schritt geht Nvidia aber nicht, denn anstatt die Anzahl der Kerne zu erhöhen, soll die Fertigungsdichte von derzeit 45 nm auf 28 nm heruntergeschraubt werden. Dass dieses Fertigungsverfahren einen deutlichen Fortschritt darstellt, zeigt Qualcomm mit dem Snapdragon S4, der als Dual Core-Prozessor problemlos mit den derzeitig erhältlichen Quad Core-Prozessoren mithalten kann und diese in einigen Benchmarks sogar deutlich schlägt. Auch Nvidia hat die Vorteile der 28 -nm-Fertigung mit den jüngst vorgestellten GTX 680-Grafikkarten bereits im Desktop-PC-Bereich bewiesen. Diese Karten sind nicht nur rund 50 Prozent performanter als die Vorgänger-Generation, sondern auch deutlich energieeffizienter.

Gerüchten zufolge soll das Tegra 4-SoC in der zweiten Jahreshälfte 2012 fertiggestellt werden. Danach können die Hardware-Hersteller beginnen, Geräte auf der Basis des Tegra 4-Chipsatzes zu entwickeln. Dass diese noch in diesem Jahr regulär erhältlich sein werden, ist allerdings unwahrscheinlich – realistischer wäre eine Verfügbarkeit Anfang 2013. Wir könnten die ersten Präsentationen entsprechender Smartphones und Tablets also auf der nächsten CES im Januar 2013 sehen.

Neben der geringeren Fertigungsdichte wird der auf den Codenamen „Wayne“ getaufte Prozessor zudem eine neue Grafikeinheit mit Kepler-Architektur besitzen, die besonders energieeffizient arbeitet. Damit könnte die kommende Smartphone endlich über deutlich längere Akkulaufzeiten verfügen und darüber würden wir uns natürlich alle freuen.

Quelle: fudzilla [via Netbooknews]

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