Nvidia Tegra K1: In Benchmarks teils deutlich stärker als Snapdragon 801

Rafael Thiel 3

Im Januar hatte Nvidia sein leistungsstarkes SoC Tegra K1 vorgestellt, im gestern vorgestellten Mi Pad darf er endlich seine Arbeit verrichten. In ersten Benchmarks schneidet der Tegra K1 nun – teils deutlich – besser ab als die Konkurrenz. Während etwa der Snapdragon 801 „nur“ ungefähr 37.000 Punkte im AnTuTu-Benchmark schafft, erreicht der Tegra K1 stolze 44.000 Punkte.

Nvidia Tegra K1: In Benchmarks teils deutlich stärker als Snapdragon 801

Als der Tegra K1 im Januar auf der CES 2014 vorgestellt wurden, versprach Nvidia, mit dem Prozessor Grafikqualität auf Konsolenniveau auf mobile Endgeräte zu bringen. Das Potential kann man dem Chipsatz auch wahrlich nicht absprechen, schließlich verfügt etwa die GPU über ganze 192 Shader-Einheiten und basiert dabei auf der von den eigenen Desktop-Prozessoren bekannten Kepler-Architektur. Dazu kommen noch vier Cortex A15-Rechenkerne, die bis zu 2,3 GHz hoch takten können – der Strom sparende „Companion Core“ übernimmt währenddessen die weniger rechenintensiven Alltagsaufgaben des Prozessors.

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Das klingt nominell schon mal nach gehöriger Rechenpower, obgleich die Demonstrationen nach der Vorstellung an der versprochenen Konsolenqualität zweifeln ließen. Nichtdestotrotz schlägt sich der Tegra K1 in ersten Benchmarks hervorragend und schlägt den derzeit in nahezu jedem Flaggschiff-Smartphone auffindbaren Snapdragon 801 in allen Disziplinen – als Testgerät des Qualcomm-Chips diente ein Oppo Find 7. Auch der Vorgänger kann mit dem Tegra K1 nicht mithalten – da zum Testen des Tegra 4 eine Nvidia Shield-Konsole herangezogen wurde, die über eine aktive Kühlung verfügt, sind deren Ergebnisse im Vergleich zu Smartphones und Tablets sowieso nur bedingt aussagekräftig.

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Links die Ergebnisse beim Browsen im Web, rechts die Benchmarks zur Grafikperformance

Dennoch sprechen die Benchmarks eine deutliche Sprache, insbesondere in Grafik-Benchmarks zieht der Tegra K1 davon. Derweil ist nicht gesichert, ob der Tegra K1 auf dem frisch vorgestellten Mi Pad getestet wurde. Laut CPU-Z läuft das Testgerät mit Android 4.4.2 KitKat und kann auf 4 GB Arbeitsspeicher zurückgreifen, das Display hat eine Pixeldichte von 320 ppi. Es wäre ebenfalls möglich, dass es sich um eine Referenzplattform handelt, bei der die Temperatur des Tegra K1 künstlich niedrig gehalten wurde.

Die eingesetzten Cortex A15-Kerne sind zwar für ihre hohe Performance hinlänglich bekannt, nicht jedoch für ihre Energieeffizienz. Deshalb ist Qualcomm mit seiner eigens entworfenen Krait-Architektur bislang auch erfolgreicher als die Konkurrenten, die auf Referenz-CPU-Kerne von ARM setzen, etwa Samsungs Exynos-SoCs oder Nvidias Tegra-Chips. Diese haben sich bereits in Szenarien als extrem energiehungrig erwiesen, in denen der Takt unter 2,0 GHz lag. Insofern gehen wir davon aus, dass der Tegra K1 zwar ein brauchbares SoC für weniger energie- und wärmekritische Geräte wie Tablets sein dürfte, aber für Smartphones weniger geeignet.

Was ist euch wichtiger im Alltag; die bestmögliche Performance oder eine Balance zwischen Leistung und Ausdauer?

Quelle: EvoLife (Google Übersetzer) [via GSMArena]

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