NVIDIA Tegra K1: Soll noch in diesem Jahr in Smartphones zum Einsatz kommen

Oliver Janko 14

Mit dem Tegra K1 hat NVIDIA ein wahres Leistungsmonster am Start, der Prozessor gehört mit zu den spannendsten Hardware-Komponenten dieses Jahres. Einziger Nachteil: Bislang ist der Chip in nur wenigen Geräten verbaut, kaum ein Hersteller setzt auf NVIDIAS Tegra-SoC. Gänzlich aufgeben will man den Smartphone-Markt aber nicht: Die Konzentration liegt zwar auf anderen Märkten, dennoch soll es einem neuen Bericht zufolge Smartphones mit Tegra K1-Power geben.

NVIDIA Tegra K1: Soll noch in diesem Jahr in Smartphones zum Einsatz kommen

Letzten Monat erklärte NVIDIA-CEO Jen-Hsun Huang, der mobile Markt für auf Gaming und starke Grafiken angelegte Prozessoren existiere quasi nicht, Käufer würden sich größtenteils für die günstigere Konkurrenz entscheiden. NVIDIA sei aber kein Unternehmen, dass sich auf einen solchen Preiswettbewerb einlasse und plane aus diesem Grund den teilweisen Rückzug vom Smartphone-Markt. Der Hersteller wolle sich verstärkt auf die Automobil-Industrie und Konsolen konzentrieren. Vor allem die Automobil-Industrie sei interessant, da sie - obwohl noch recht limitiert - höhere Gewinnspannen als der klassische Smartphone-Prozessor-Markt biete.

Der Hersteller bleibt seiner neuen Linie treu: NVIDIA bestätigte die Konzentration auf andere Gebiete nun erneut. Es wurde aber auch erwähnt, dass es in diesem Jahr dennoch einige Smartphones mit Tegra K1 beziehungsweise Tegra K1 Denver (mit 64 Bit-Architektur) geben werde. Das Problem dabei: Um auch eine LTE- beziehungsweise 3G-Konnektivität bieten zu können, benötigen die Prozessoren zusätzlich ein Icera 500 LTE-Modem. Und diese zusätzliche Komponente wirke sich negativ auf den Preis aus. Das ist allerdings auch beim Snapdragon 805 der Fall, auch dieser Prozessor benötigt ein externes LTE-Modem. Insgesamt dürften sich der Qualcomm- und der NVIDIA-Prozessor in preislicher Hinsicht also nicht allzu viel nehmen.

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Das Xiaomi Mi Pad ist eines der wenigen Geräte mit NVIDIAS Tegra K1-SoC.

Welche Hersteller künftig auf die NVIDIA-Prozessoren setzen werden, ist allerdings noch nicht klar – aufgrund der Herstellungskosten werden aber wohl nur absolute Spitzengeräte in den Genuss der Tegra K1-Power kommen. Bislang läuft beispielsweise das MiPad von Xiaomi mit K1-Power – dieses wird jedoch nur in China vertrieben. Und: Auch das Anfang des Monats von Google vorgestellte Sieben-Zoll-Tablet für das Project Tango hat den Tegra K1-Prozessor an Bord. Angesichts dessen, dass Google schon mit NVIDIAs K1 herumexperimentiert und Erfahrungen gesammelt hat, kommt das Nexus 6 oder Nexus 5 (2014) vielleicht mit diesem SoC – oder das Nexus 8.

Was haltet ihr von den Tegra K1-Prozessoren? Zahlt ihr lieber etwas mehr für hervorragende Grafik-Power in Konsolen-Qualität oder reicht euch die Leistungsfähigkeit der etwas günstigeren Prozessoren aus? Meinungen in die Kommentare!

Quelle: Fudzilla [via G for Games]

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