Qualcomm dementiert Hitzeprobleme des Snapdragon 820 und bestätigt 14 nm-Verfahren

Rafael Thiel 8

Der Snapdragon 820 leidet unter denselben Hitzeproblemen wie sein Vorgänger? Diesem kursierenden Gerücht widerspricht Qualcomm jetzt in aller Vehemenz. Der Chip-Entwickler lässt verlauten, dass der Prozessor allen Erwartungen gerecht werde. Zudem bestätigt das Unternehmen die Fertigung im performanten 14 nm-Verfahren.

Qualcomm dementiert Hitzeprobleme des Snapdragon 820 und bestätigt 14 nm-Verfahren

Der Korean Herald hatte unlängst ein Gerücht in die Welt gesetzt, wonach Samsung sich für das anstehende Galaxy S7 nach Alternativen zum Snapdragon 820 umschaut. Demnach solle der von Qualcomm gefertigte Chip zu leicht überhitzen, weswegen der Konzern angeblich gar Wärmeableiter für das Gehäuse des Edel-Smartphones in Betracht gezogen haben soll, schlussfolgerte das südkoreanische Magazin. Das würde Qualcomm natürlich unter Druck stellen – zwischenzeitlich war sogar von einer dritten Revision, eigens auf Druck Wunsch des südkoreanischen Großkunden entwickelt, die Rede. Zudem ging kürzlich das Exynos 8890-SoC aus Samsungs Prozessorsparte in die Massenproduktion und könnte im nächsten Flaggschiffmodell Verwendung finden.

Der Snapdragon 820 wird allen Erwartungen gerecht, sagt Qualcomm

In einem offiziellen Statement auf der chinesischen Plattform Weibo dementiert Qualcomm jetzt jedoch die vorangegangenen Gerüchte. Der Snapdragon 820 leide nicht unter Hitzeproblemen und erfülle alle an ihn gestellten Erwartungen, kommuniziert das US-amerikanische Unternehmen auf diesem Wege nach außen. Außerdem folgte die Bestätigung, dass der Chip im energieeffizienten 14 nm-Verfahren gefertigt wird, was dem Prozessor in puncto Leistung zugute kommen dürfte. Schon bei Samsungs Exynos 7420, der unter anderem im Galaxy S6 seine Dienste verrichtet, kam dieses Verfahren zum Einsatz und sorgte für vergleichsweise geringen Energieverbrauch und hohe Performance.

Das Dementi Qualcomms darf als Versuch verstanden werden, etwaige schlechte Presse zum Snapdragon 820 im Keime zu ersticken. Bekanntlich genoss der Snapdragon 810 aufgrund der nachgewiesenen Hitzeproblematik keinen sonderlich guten Ruf. Das hatte zur Folge, dass unter anderem LG beim G4 den schwächeren Snapdragon 808 bevorzugte, anstatt zum nominellen Top-Chip zu greifen. Zwar legte Qualcomm mit einer angeblich optimierten Revision nach, doch war der Schaden bereits angerichtet – nur wenige Hersteller setzten noch auf den Snapdragon 810. Ob sich der Nachfolger tatsächlich besser schlägt, bleibt derweil abzuwarten. Mit ersten Smartphones, basierend auf dem Snapdragon 820, ist nicht vor 2016 zu rechnen.

Quelle: Qualcomm @Weibo via Phone Arena

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