Snapdragon 820: Smart Protect schützt durch maschinelles Lernen in Echtzeit vor Malware

Tuan Le 4

Qualcomms Zeroth-Plattform, die mit dem Snapdragon 820 im kommenden Jahr in den ersten Smartphones ihr Debüt feiern wird, soll die Smartphone-Sicherheit in Zukunft erheblich steigern. Anstatt Malware nur durch den Abgleich mit Datenbanken zu erfassen, soll Zeroth auf intelligente Art und Weise eigenständig neuartige Zero-Day-Malware erkennen, basierend auf bereits gesammelten Daten und einer strikteren Untersuchung der App-Prozesse.

Snapdragon 820: Smart Protect schützt durch maschinelles Lernen in Echtzeit vor Malware

Für die meisten Sicherheitslücken gibt es innerhalb von kürzester Zeit per Software-Aktualisierung einen Patch. Sofern die Nutzer ihr System stets auf dem aktuellsten Stand halten beziehungsweise die Hardware-Hersteller zügig auf solche Exploits in Form von Software-Updates reagieren, hat Malware theoretisch wenig Chancen sich zu verbreiten. Das Problem: Während in den meisten Fällen Exploits von Entwicklern entdeckt werden, bevor Kriminelle diese für die Verbreitung von Malware verwenden können, gibt es gelegentlich auch genau den umgekehrten Fall. Anti-Virensysteme, die ausschließlich durch Datenbankabgleich Bedrohungen erkennen, sind gegen solche Zero-Day-Malware machtlos. Qualcomm will mit der Zeroth-Plattform diesem Problem entgegenwirken und ein intelligentes System zur Erkennung von Malware verwenden.

Qualcomm Zeroth Smart Protect.

Dieses sucht nicht ausschließlich nach den in Datenbanken bereits erfassten Signaturen von schädlicher Software, sondern beobachtet auch unabhängig davon die App-Prozesse auf mobilen Geräten. Basierend auf Erfahrungswerten und zuvor gesammelten Informationen soll es der Zeroth-Plattform dann möglich sein, auch bislang unbekannte Malware erfolgreich zu entdecken und dementsprechend zu bekämpfen. Zudem sollen die Hintergrundprozesse auch für den Nutzer transparenter gemacht werden, damit dieser im Zweifelsfalle selbst das Verhalten bestimmter Apps beurteilen kann. Dass der Schutz gegen derartige Zero-Day-Malware dringend nötig ist, zeigen indes aktuelle Statistiken: Die Anzahl der Malware-Programme ist in den letzten Jahren dramatisch in die Höhe geschnellt, tagtäglich werden laut Qualcomm tausende neue Schadprogramme erstellt; eine Aktualisierung der Datenbanken kann daher in der Praxis nicht immer rechtzeitig erfolgen.

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Erstmals zum Einsatz kommen wird Zeroth voraussichtlich im kommenden Jahr, wenn die ersten Smartphones mit dem neuen Snapdragon 820-Prozessor auf den Markt kommen werden.

Quelle: Qualcomm

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