Tegra 4: NVIDIA verbessert Nutzung passiver Eingabestifte

Amir Tamannai 2

Neben neuen Tablets und Laptops gibt es auf der aktuell in Taipeh stattfindenden Computex auch neue Technologien und Features zu sehen; und neben Benchmarkergebnissen wird uns NVIDIAs Tegra 4-Chipsatz auch erweiterte Eingabefunktionalitäten für den Touchscreen bringen: Dank der neuen DirectStylus-Fähigkeiten von NVIDIAs SoC darf der Nutzer künftig auch mit einem passiven Stylus und ohne Digitizer feinste Linien ziehen.

Samsung setzt ein seinen Geräte der Note-Reihe auf einen Stylus mit einer sehr feinen Spitze und vor allem auf einen Digitizer, der die Eingaben des Stifts über den Touchscreen erkennt und digitalisiert — diese Technik hat natürlich ihren Preis. Für „gewöhnliche“ Tablets gibt es zwar passive Eingabestifte, die den Finger des Nutzers simulieren, aber selten zu besonders feinen Ergebnissen auf dem digitalen Zeichenbrett führen.

NVIDIA hat seinem Tegra 4-Chip nun ein DirectStylus genanntes Feature spendiert, das feinste Zeichnungen auf dem Touchscreen auch mit einem gewöhnlichen, passiven Stylus und ganz ohne Digitizer ermöglichen soll. Der Vorteil für Hersteller (und in der Folge hoffentlich auch für den Kunden) liegt auf der Hand: Der Verzicht auf einen Digitizer und einen teuren angepassten Stylus spart Kosten.

Die neue Technik bedient sich dabei der Bildberechnungs-Leistung der Tegra 4-GPU um die Eingaben über den Touchscreen zu analysieren und Unterschiede zwischen Eingaben mit dem Finger, dem Stylus, einem virtuelle Radiergummi oder dem versehentlichen Handballen zu erkennen. Stichwort Radiergummi: Das Ganze soll so gut funktionieren, dass anhand der Berührungsmuster erkannt wird, ob der Nutzer nun mit der Spitze des Stylus schreibt und zeichnet, oder mit dessen Rückseite radiert. DirectStylus greift dabei auf Direct Touch 2.0 zurück, dass mit 300 Scans pro Sekunde 5 Mal höhere Abtastraten erlaubt, als die gewöhnlichen 60 Hertz und so das akkurate Zeichnen auch besonders feiner Linien ermöglicht.

Besonders für Handschrifterkennung im asiatischen Raum ist das ein nicht unwichtiges Feature, sind doch gerade die fernöstlichen Schriftzeichen besonders filigran. Und so postulierte NVIDIAs CEO Jen-Hsun Huang dann auch, das DirectStylus „Kalligrafie auf einem Tablet“ möglich machen würde — und zwar mit einem günstigen, passiven Stylus.

Aber auch in westlichen Gefilden wird man von dieser technik profitieren können. In dieser Video-Demo zeigt Nvidia, wie selbst zehn Fingerberührungen gleichzeitig auf einem Tegra 4-Gerät dank Hardwarebeschleunigung besser und schneller erfasst werden.

NVIDIA DirectTouch Architecture.

Und wieder sind wir der latenzfreien Touch-Eingabe ein Stückchen näher.

Quelle: NVIDIA [via The Verge]

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