Lehrerstreik aktuell März 2015: An welchen Schulen wird heute gestreikt (Mittwoch)?

Martin Maciej 1

Trotz gescheiterter Verhandlungen wurde ein Bahnstreik derzeit auf Eis gelegt. Dennoch kommt Deutschland nicht zur Ruhe. Für diese Woche wurde nun ein bundesweiter Lehrerstreik geplant.

Lehrerstreik aktuell März 2015: An welchen Schulen wird heute gestreikt (Mittwoch)?

Erfahrt hier, was hinter dem aktuellen Lehrerstreik steckt und wo voraussichtlich gestreikt wird.

Lehrerstreik März 2015: Wo wird heute gestreikt?

Neben diversen Schulen sollen auch Uni-Kliniken, Straßenmeistereien. Straßenwärter, Landesverwaltungen und Justiz-Institutionen in Deutschland bestreikt werden. Ursache für die Warnstreikwelle sind ergebnislose Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst vom vergangenen Freitag. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) forderte 5,5 Prozent, bzw. 175 € mehr Lohn im Monat für nichtbeamte Lehrer. Betreut werden hier rund 800.000 Beschäftigte in ganz Deutschland, darunter bundesweit 200.000 Lehrer. Die 650.000 verbeamteten Lehrer streiken nicht.

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Für Dienstag sind u.a. Warnstreiks an folgenden Schulen geplant:

  • Verdi teilt mit, dass in NRW am Dienstag, 3. März im Regierungsbezirk Düsseldorf an Schulen gestreikt wird.
  • Um euch abzusichern, ob eure Schule vom Streik betroffen ist, sollte ihr persönlich bei der Schulleitung nachfragen.
  • Am Mittwoch sollen zudem Lehrer in den Bezirken Detmold und Köln streiken, gefolgt von den Standorten Bielefeld, Minden, Herford, Aachen, Köln und Bonn.
  • In Köln wird ein Ausfall von Unterrichtstunden für Mittwoch angekündigt.
  • Die Zentren der Lehrerstreiks sollen in Münster, Gelsenkirchen, Dorsten und Dortmund zu finden sein.
  • Auch in Mecklenburg-Vorpommern muss davon ausgegangen werden, dass an Schulen der Unterricht am Mittwoch ausfallen wird.
  • In Schleswig-Holstein sollen Schulen vorerst nicht vom Streik betroffen sein.
  • Streiks werden auch in Sachsen und Thüringen erwartet.
  • In Sachsen-Anhalt sollen die Streikzentren in Halle und Wanzleben liegen, der Lehrerstreik soll in den ersten drei Schulstunden durchgeführt werden.
  • Anstelle von Ausfällen sollen Schüler zu Lerngruppen zusammengelegt werden.
  • Vor allem an Grundschulen werden zudem Notfallbetreuungen organisiert.
  • In Bayern und Hessen sind keine Lehrerstreiks geplant.
  • In Brandenburg, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Saarland und Rheinland-Pflanz finden in der ersten Märzwoche keine Streiks statt.
  • In Hamburg sind Ferien, demnach hätte ein Streik hier keinerlei Auswirkungen auf den Schulalltag.

Der Warnstreik der nicht-verbeamteten Lehrer soll sich bundesweit bis zum kommenden Donnerstag ziehen. Je Bundesland sollen die Lehrer allerdings nur einen Tag am Warnstreik teilnehmen.

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Lehrerstreiks für Dienstag und Mittwochangekündigt

In Berlin soll am Dienstag an über 400 Schulen gestreikt werden, darunter auch Grundschulen, Förderschulen und Berufsschulen. Auch in Niedersachsen ist mit Unterrichtsausfällen zu rechnen. Hier trifft der Lehrerstreik vor allem Schulen in Hannover, Osnabrück, Braunschweig, Wolfsburg, Peine und Cuxhaven. In Berlin werden rund 2000, in Niedersachsen ebenfalls tausende Lehrer zum Streik erwartet.

Aktuell gibt es unter beiden Parteien keine Einigkeit über die betriebliche Altersvorsorge sowie die tarifliche Eingruppierung der Lehrer. Zwar sollen die 200.000 angestellten Lehrer in Deutschland tarifvertraglich in der Altersvorsorge abgesichert werden. Allerdings herrscht derzeit noch Uneinigkeit über die Höhe der Absicherung. Die Gewerkschaften verlangen darüber hinaus, dass Ergebnisse auf die rund zwei Millionen Beamten und Pensionäre in Deutschland übertragen werden. Eine nächste Runde für die Tarifverhandlungen ist erst wieder für Mitte März angesetzt.

Bildquellen: Chris Howey und hxdbzxy via Shutterstock

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