Winterreifen: ab wann soll man wechseln?

Martin Maciej 1

Der Oktober ist da. Die Tage werden kürzer, dunkler und kälter. Die nächste Zeitumstellung naht auch bereits. Wer ein Auto vor der Tür stehen hat, muss sich zudem langsam die Frage stellen „Ab wann sollte man auf Winterreifen wechseln?“

Während Sommerreifen nicht zwingend vorgeschrieben sind, herrscht seit Dezember 2010 die Winterreifenpflicht. Diese gilt allerdings nur, wenn draußen Glatteis, Schneeglätte oder Eis herrscht. Wer bei solchen Wetterverhältnissen noch mit Sommerreifen unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld und Punkten in Flensburg rechnen.

Ab wann auf Winterreifen wechseln?

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Dabei sollte man den Zeitpunkt für den Wechsel auf die Winterreifen nicht zu weit in den Winter hinausschieben, schließlich können die Temperaturen vor allem nachts in der Herbstzeit rapide nach unten sinken.

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Steht ihr vor der Frage, wann Winterreifen aufgezogen werden solltet, haltet euch an die „O bis O“-Regel, die auch vom ADAC ausgegeben wird. Hiernach werden Winterreifen von „Oktober bis Ostern“, Sommerreifen entsprechend von „Ostern bis Oktober“ empfohlen. Ein Gesetz, welches den Zeitpunkt regelt, wann Winterreifen verpflichtend aufzuziehen sind, gibt es jedoch nicht.

Von Sommerreifen zu Winterreifen: ab wann?

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Wohl aber ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Autos bei Glatteis, Schneeglätte und Schneematsch nur bewegt werden dürfen, wenn diese Winter- oder auch „M+S“-Reifen („Matsch-und-Schnee“) besitzen. Auch wenn die Straßen mit dem bloßen Auge schneefrei erscheinen, sollte man bei kalten Temperaturen nicht mit Sommerreifen fahren, da diese nicht für das Fahren bei kalten Temperaturen ausgelegt sind. Fahrzeuge mit Sommerreifen an sehr kalten Tagen lassen sich schlechter führen und auch der Bremsweg verlängert sich.

  • Werdet ihr beim Fahren auf einer vereisten Straße mit Sommerreifen von der Polizei angehalten, kostet dies ein Bußgeld in Höhe von 60 €.
  • Wird aufgrund der Reifenwahl der Verkehr behindert, müsst ihr sogar ein Bußgeld von 80 € entrichten.
  • Punkte in Flensburg müssen ebenfalls in Kauf genommen werden.
  • Im schlimmsten Fall besteht für den Versicherungsschutz der Kaskoversicherung.

Zu lange zögern sollte man daher mit den Winterreifen nicht. Sollten kalte Tage tatsächlich einbrechen, ist auch mit langen Wartezeiten und Terminnöten in Werkstätten und Händlern zu rechnen. Sollte allerdings draußen noch die Sonne scheinen, braucht ihr auch im Oktober noch nicht panikartig zum Wagenheber zu greifen. Bei Temperaturen über 10 Grad weisen Winterreifen sogar schlechtere Fahreigenschaften auf, als Sommerreifen. Wer bei warmen Temperaturen mit Winterreifen unterwegs ist, muss zudem mit einem erhöhten Benzinverbrauch rechnen. Aus diesem Grund solltet ihr euch daher auch nicht an die veraltete Regel halten, nach der man bei einer Tagestemperatur von 7 Grad die Reifen wechseln sollte.

  • Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe bei Winterreifen liegt bei 1,6 Milimetern.
  • Allerdings sollte man für ein besseres Handling auf der Straße mit einem Profil von mindestens 4 mm auf den Winterreifen fahren.

Bei uns erfahrt ihr auch, wie man die Autobatterie wechseln kann. Zudem haben wir Informationen zu den vom VW-Abgas-Skandal betroffenen Modellen für euch.

Bildquellen: Nneirda, Kostsov, lassedesignen

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