Cortison: Salbe oder Tabletten - diese Fakten muss jeder kennen!

Kristina Kielblock

Cortison ist ein sehr wirksames Medikament und oftmals das einzige, das überhaupt zur Linderung besonders bei chronischen Beschwerden beiträgt. Jedoch kann eine falsche Anwendung z.B. von Cortisonsalbe verheerende Auswirkungen haben, worüber leider nicht alle Ärzte explizit aufklären, wenn sie diese Medizin verschreiben. Vielleicht ein Grund, warum das hilfreiche Medikament bei vielen als Teufelszeug verschrien ist. In diesem Ratgeber findet ihr wichtige Verhaltensregeln beim Umgang mit dem Hormon Cortisol bzw. Cortison-Präparaten. 

Cortison: Salbe oder Tabletten - diese Fakten muss jeder kennen!

Cortison ist aus der heutigen Medizin nicht mehr wegzudenken, aber wer zum ersten Mal damit umgehen muss, sollte dringend einige Informationen über das jeweilige Präparat einholen und grundsätzliche Eigenschaften der Cortison-Medikamente zur Kenntnis nehmen. Dieser Artikel richtet sich vornehmlich an Erstanwender, die von ihrem verschreibenden Arzt keine ausreichenden Informationen erhalten haben bzw. eines der nicht rezeptpflichtigen Präparate verwenden wollen.

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Cortison: Was ist das?

  • Cortison oder Kortison basiert auf dem lebenswichtigen Hormon Cortisol, welches in der Nebennierenrinde u.a. aus Cholesterin gebildet wird und zu den Glukokortikoiden gehört.
  • Hormone haben im Organismus immer einen bestimmten Zweck und werden durch die Blutbahn zu ihrem jeweiligen Bestimmungsort befördert.
  • Der Begriff Cortison wird umgangssprachlich für eine Gruppe von Substanzen verwendet, die ähnliche Strukturen und Eigenschaften haben, die Glukokortikoiden oder Glucocorticoiden.
  • Diese können nicht nur vom Körper produziert, sondern auch chemisch hergestellt werden. Das macht die Verwendung als Medikament für eine Vielzahl von Krankheiten möglich.

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Cortison - Teufelszeug oder Allheilmittel?

Cortison-Präparate gibt es zur Einnahme in Form von Tabletten oder Sprays und zur äußeren Anwendung bei Haut-Problemen. Grundsätzlich gilt für die Einnahme eine alte Faustregel: So viel wie nötig und so wenig wie möglich! Gerade bei chronischen Erkrankungen sind das oftmals schwierige Abwägungen, allerdings wurden auch bei Asthmatikern bereits auch gute Erfolge mit alternativen medizinischen Maßnahmen erzielt. Asthma ist ebenso wie Neurodermitis eine Auto-Immun-Krankheit, daher zeigt Cortisol eine gute Wirkung, da es den Kampf des Immunsystems gegen sich selbst abschwächen kann.

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Das Risiko für Nebenwirkungen durch die Anwendung von Cortison-Präparaten steigt generell:

  1. Je länger der Behandlungszeitraum andauert
  2. Je höher die Dosis ist und die Verteilung im oder auf dem Körper ist.

Eine richtige Behandlung mit Cortison zielt also darauf ab, eine möglichst geringe, aber wirkungsvolle Dosierung so genau wie möglich in der erkrankten Region zu platzieren. Damit lassen sich die Risiken unangenehmer Nebenwirkungen minimieren und dennoch ein guter Heilungserfolg erzielen.

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Cortison: Was man nicht tun sollte

  • Das Medikament plötzlich und eigenmächtig absetzen. Bei der Anwendung von Cortison setzt sehr schnell, wie bei einer Droge, ein Gewöhnung-Effekt ein. Setzt man den Körper sozusagen auf kalten Entzug, kann das u.a. zu schneller Rückkehr der Symptome führen.
  • Die Dosierung eigenmächtig verändern.

Für alle, die eine Salbe verwenden, gelten zusätzlich folgende dringende Hinweise:

  1. NIEMALS über die betroffenen Stellen hinaus die Salbe auftragen. Immer innerhalb der Stelle mit der Salbe bleiben und sie vor allem dünn auftragen. Salbe, die über die Ränder der Hautirritation geschmiert wird, animiert die Haut als Organ, mehr dieser Stellen auszubilden. Cortison muss langsam ausgeschlichen werden, wenn die Einnahme beendet werden soll.
  2. Es kann passieren, dass sich das Krankheitsbild dergestalt verschlimmert, als dass sich die erkrankten Hautstellen plötzlich beginnen zu vermehren. In der Regel passiert dies spiegelbildlich, also auf der gegenüberliegenden Seite, am anderen Arm oder Bein. Dann den Arzt aufsuchen und keinesfalls die Salbe dann auch auf diese Stellen auftragen.
  3. Neurodermitis oder Schuppenflechte sind nichts, was man versuchen sollte dauerhaft mit Cortison in Schach zu halten. Hier lässt sich mit Ernährung, z.B. der Vermeidung von Histaminen, wesentlich nachhaltiger Erfolg erzielen. Zur Linderung von Juckreiz kann beispielsweise ganz normales Olivenöl wesentlich besser sein, als jede Lotion oder Salbe.

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Ganz allgemein spielt die Pharmaindustrie die Nebenwirkungen gerne herunter und Ärzte informieren oftmals nicht genug über die richtige Anwendung beim Verschreiben der Präparate. Zu wenig diskutiert wird auch, dass es für viele Beschwerden auch alternative Heilmethoden gibt, um die Symptome zu beseitigen. Viele Krankheiten erfordern dies sogar, denn diverse Hautleiden lassen sich wirklich nur kurzfristig mit Cortison „heilen“ und erfordern die Identifikation der Ursache und eine dementsprechende Behandlung. 

 Bildquelle: Chemical Formula of Cortison, Cute Boy with Spray, Pollen, Pharmacist, Doctor, Skin Care via Shutterstock.com 

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