Futsal: Regeln für den Fußballsport in der Halle

Martin Maciej

Draußen ist es noch nass und kalt, die beliebte Partie im Freizeit-Fußball wird also bevorzugt in der Halle ausgetragen. In Serbien startet derweil heute die Futsal-EM 2016. Anlass genug also, um sich in unserem Ratgeber mit den wichtigsten Futsal-Regeln vertraut zu machen.

Futsal ist eine Abwandlung des eigentlichen Hallenfußballs und wird von der FIFA als offizielle Variante des Fußballs anerkannt. In Südamerika hat Futsal zahlreiche Fans, in Deutschland steckt der Futsal-Sport allerdings noch in den Kinderschuhen. Auch hier geht es allerdings langsam aufwärts. Im Dezember 2015 hat der DFB endlich eine offizielle deutsche Futsal-Nationalmannschaft gegründet.

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Futsal-Regeln im Überblick

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Der größte Unterschied zwischen Futsal und Hallenfußball liegt in der Größe des Spielfelds.

  • Gespielt wird auf Handballtore.
  • ist anders verarbeitet als ein (Hallen-)Fußball und springt nicht so leicht über den Boden. Der Umfang liegt bei 62 cm bis 64 cm, der Umfang beim Fußball misst hingegen 68 cm bis 70 cm.
  • Auch der Druck ist beim Futsal-Gerät niedriger als beim Fußball (0,6 bis 0,9 bar vs. 0,6 bis 1,1 bar).
  • Das Spielfeld misst 38 bis 42 x 20 x 25 m.
  • Gespielt wird 5 gegen 5, wobei je Team ein Torwart und sieben Auswechselspieler vorgesehen sind.
  • Auf internationaler Ebene, also z. B. bei der Futsal-EM, dürfen maximal 14 Spieler nominiert werden. Gewechselt darf fliegend und beliebig oft, allerdings nur in dem dafür vorgesehenen Bereich.
  • Beide Teams dürfen mit „Fliege“ spielen, der Torwart kann also durchaus aktiv am Offensivgeschehen beteiligt sein.
  • Der Goalie muss sich farblich klar von den anderen Spielern abheben.
  • Die Spieldauer beträgt 2 x 20 Minuten.

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Kurzform der wichtigsten Futsal-Regeln

  • Anstelle des Einwurfs gibt es beim Futsal einen „Einkick“, der Ball wird also flach vom Boden wieder zurück ins Spiel gepasst, sollte er das Spielfeld verlassen oder die Hallendecke berühren. Ein Tor kann nicht durch einen direkten Einkick erzielt werden.
  • Strafstöße nach Fouls werden aus sechs Metern ausgeführt.
  • Jegliche Grätschen werden sofort als Foul gepfiffen, Körperkontakt ist allerdings in Zweikämpfen durchaus möglich.
  • Wie beim Fußball werden Fouls mit einer Gelben, Gelb-Roten oder Roten Karte geahndet.
  • Hat eine Mannschaft foulbedingt weniger als drei Feldspieler, wird das Spiel beendet.
  • Ähnlich wie in den Basketball-Regeln werden Fouls je Mannschaft gezählt. Nach dem fünften Foul pro Mannschaft in einer Halbzeit gibt es einen direkten Freistoß vom Zehn-Meter-Punkt.
  • Rote Karten werden beim Futsal vergeben. Der Spieler wird des Feldes verwiesen, nach zwei Minuten Spiel in Unterzahl darf ein Ersatzspieler wieder eingreifen. Genauso wie beim Eishockey wird das Unterzahlspiel nach einem gegnerischen Tor aufgehoben.
  • Natürlich gilt die Rückpassregel auch im Futsal. Der Torwart darf dabei nur einen Ballkontakt ausführen und zudem nur vier Sekunden Kontrolle über den Ball behalten.
  • Auch im Spiel dürfen Bälle nur maximal vier Sekunden ruhen.
  • Auszeiten sind beim Futsal üblich. Je Halbzeit darf jede Mannschaft ein Time-Out in einer Länge von einer Minute nehmen. Voraussetzung ist allerdings der eigene Ballbesitz.

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Je nach Ausrichter können sich die Futsal-Regeln in einigen Aspekten, z. B. der Spiellänge oder Anzahl der maximal teilnehmenden Spieler unterscheiden. Wir haben auch die wichtigsten Handball-Regeln und Dart-Regeln für euch im Überblick. 

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FIFA ist aktuell neben Pro Evolution Soccer die einzige ernst zu nehmende Fußball-Simulation auf PC und Konsolen. Bereits seit 1993 schickt EA Sports die virtuellen Kicker auf den Platz, damals noch mit Fantasie-Namen, heute mit einem dicken Lizenzenpaket und somit mit zahlreichen Original-Spieler mit Gesichtern, Team-Namen, Trikots und mehr. Viele halten sich für den besten FIFA-Spieler in ihrem Umkreis. Doch nicht nur in der Praxis, sondern auch auf dem Taktikbrett werden Meisterschaften gewonnen.

Bilder: Sergey Kuznecov, feelphoto / Shutterstock.com

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