Traumtagebuch: So merkt ihr euch eure Träume und könnt sie deuten

Kristina Kielblock

In diesem Ratgeber könnt ihr lesen, wie ihr euch ein Traumtagebuch anlegen und führen könnt. In Träumen verarbeitet ihr Geschehnisse eures Leben und auch unterbewusste Konflikte. Wenn ihr ein Tagebuch über eure Träume führt, habt ihr die Chance Entwicklungen zu verfolgen und wichtige Hinweise über euer Seelenleben zu sammeln. 

Traumtagebuch: So merkt ihr euch eure Träume und könnt sie deuten

Wer der Bedeutung von Träumen auf die Spur kommen will, hat mit einem Traumtagebuch ein gutes Werkzeug, um wiederkehrende Muster und Symbole in den eigenen Träumen zu erkennen und im zweiten Schritt auch deuten zu können. Euch ein Traumtagebuch anzulegen, geht ganz schnell - was ihr dabei beachten solltet, findet ihr in der folgenden Anleitung.

1. Das passende Buch verwenden

Um ein Tagebuch eurer Träume zu führen, benötigt ihr natürlich ein geeignetes Buch. Es gibt spezielle zu kaufen, aber das ist prinzipiell gar nicht nötig. Folgende Gedanken solltet ihr bei eurer Buch-Auswahl miteinbeziehen:

  • Das Buch sollte euch ansprechen und gut gefallen, denn ihr fasst es im besten Fall jeden Morgen an.
  • Es kann sein, dass ihr eure Träume nach einiger Zeit neu sortieren wollt, weil beispielsweise ein bestimmtes Thema immer wieder auftaucht oder weil ihr andere Gemeinsamkeiten entdeckt.
  • Es ist möglich, dass euch im Laufe des Tages noch weiter Einzelheiten zu euren Träumen in den Sinn kommen, die ihr dann vielleicht nur unterwegs auf einem Zettel notiert. Es ist gut, wenn ihr diese Notizen anschließend auch im Buch aufbewahren könnt.
  • Ihr könnt es darauf anlegen, ein dickes Buch über die Träume eines Jahres oder länger zu führen, aber es ist ebenso gut, wenn ihr euch lieber für dünne Kladden entscheidet, die ihr monatlich erneuern müsst. Wichtig ist, dass es euch gut gefällt und eure Motivation zu schreiben steigert bzw. unterstützt.
  • Aufgrund der Anforderungen kann es sinnvoll sein, sich gar kein Buch zu holen, sondern einen Ordner anzulegen. Es gibt auch leere Buchrücken zum Auseinanderklappen, in die ihr immer wieder neue Seiten einfügen könnt. Viele Notizbücher haben inzwischen auch hinten eine Klappe, in der ihr Zettel aufbewahren könnt. Lasst euch Zeit, bedenkt das für und wieder und nehmt, was ihr am Schönsten findet.
  • Alternativ könnt ihr natürlich auch in ein sprechen, falls euch das leichter fällt. Problem dabei: Die Archivierung. Ihr habt dann einen Haufen von Tondokumenten, die ihr zur genauen Analyse im Schlimmsten Fall wieder transkribieren, also abschreiben müsst.

traumtagebuch

2. Den besten Platz für das Traumtagebuch finden

Natürlich sollte das Traumtagebuch einen festen Platz haben. Diesen müsst ihr so aussuchen, dass ihr das Buch und auch einen Stift direkt nach dem Aufwachen vom Bett aus erreichen könnt. Wenn ihr erst aufstehen und danach suchen müsst, kann es sein, dass ihr schon Teile des Traumes nicht mehr wisst.

das buch sollte am besten am bett aufbewahrt werden

3. Organisation des Traumtagebuchs

  • Es ist wichtig, dass ihr eure Eintragungen mit einem Datum verseht, damit ihr zeitliche Bezüge zu Ereignissen oder bestimmten Gefühlslagen ziehen könnt. Ihr könnt das Datum wahlweise schon am Abend vorher aufschreiben oder am Morgen bevor ihr euren neuen Eintrag macht.
  • Die Aufteilung der Seiten ist selbstverständlich euch überlassen, aber es ergibt Sinn, wenn ihr Platz lasst für Notizen und eure Deutungsideen. Ihr könnt die Seiten teilen oder ihr lasst Seiten zwischen den Träumen frei.
  • Das möglichst genaue Aufschreiben des Traumes ist wichtig, denn auch Einzelheiten können euch wichtige Hinweise geben.

träume müssen gleich aufgeschrieben werden

4. Die Träume notieren

Zu Beginn ist es recht schwierig, sich an seine Träume gut zu erinnern. Daher ist es wichtig, dass das Traum-Tagebuch direkt auffindbar an eurem Bett liegt. Sofern euch das möglich ist, schreibt die Träume direkt nach dem Aufwachen hinein und steht dann erst auf. Falls ihr euch mit Musik wecken lasst, stellt dies eventuell auf einen einfachen Signalton um, denn die Musik könnte euch ablenken und die Träume verschwinden dann schneller aus eurem Gedächtnis. Ihr müsst keinen Literatur-Preis mit eurem Buch gewinnen, daher grübelt nicht lange über Formulierungen, sondern schreibt notfalls einfach Stichwörter hin.

Wenn ihr euren Träumen eine Überschrift gebt, könnt ihr sie später besser überblicken und ggf. schneller Gemeinsamkeiten feststellen.

Bilder via Shutterstock.com

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