Den Namen hat man nicht „einfach so“ - jeder Nachname hat eine ganz bestimmte Bedeutung, auch wenn sich meisten Leute darüber keine größeren Gedanken machen. In dem folgenden Ratgeber klären wir euch über die Bedeutung der häufigsten Nachnamen auf und zeigen, woher die Namen stammen.

 

Ratgeber

Facts 

Preisfrage: Was ist der häufigste Nachname in Deutschland? Die Antwort lautet natürlich „Müller“ – von 80 Millionen Deutschen tragen nahezu 700.000 Menschen diesen Nachnamen. Auf Platz 2 folgt – ihr könnt es euch schon denken - „Schmidt“ mit etwa 235.000 Einträgen im Telefonbuch. Viel interessanter als die Häufigkeit ist aber die Bedeutung der Nachnamen: Warum heißen eigentlich so viele Leute Müller?

Nachnamen und ihre Bedeutung - daher kommen die Namen

Die Bedeutung der Nachnamen geht zumeist auf Berufsbezeichnungen zurück. Im Falle des beliebten Nachnamens „Müller“ ist die Bedeutung klar: Der ursprüngliche Namensträger war Müller oder entstammte zumindest einer Familie von Müllern. Das gleiche Verfahren lässt sich auch bei anderen Nachnamen anwenden:

Name Beruf
Schmidt Schmied
Fischer Fischer
Weber Weber
Wagner Wagenbauer
Schulz Schultheiß (Dorfvorsteher)
Schneider Schneider
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Wozu überhaupt Nachnamen?

Warum braucht man aber einen Nachnamen? Und gab es schon immer Nachnamen? Um das zu klären, bedarf es eines kurzen Ausflugs ins Mittelalter.

  • Bis zum Jahre 1000 hatten nur die wenigsten Menschen einen Nachnamen. Die Leute lebten in kleinen, überschaubaren Dorfgemeinschaften in denen die meisten Menschen verschiedene Vornamen trugen – eine Unterscheidung anhand des Nachnamens war daher überflüssig.
  • Als im Lauf der Zeit immer mehr Menschen in größere Siedlungen zogen, wurde die Lage aber zunehmend unübersichtlich: In der großen Stadt gab es nicht mehr nur einen Karl und eine Gertrud, sondern viele verschiedene Leute mit dem gleichen Vornamen.
  • Zur Unterscheidung benötigte man deshalb ein Kriterium, um die Leute auseinanderzuhalten. Die naheliegende Lösung: Die Berufsbezeichnung der jeweiligen Person.

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Nachnamen-Bedeutung - weitere Möglichkeiten zur Erklärung

Die Häufigkeit des Namens „Müller“ erklärt sich also daher, dass dieser Beruf im Mittelalter wichtig und dementsprechend weit verbreitet war. Daneben gibt es aber noch weitere Möglichkeiten, um die Bedeutung des Nachnamens zu klären:

  • Herkunftsort , z.B. Walther von der Vogelweide (bekannter deutscher Minnesänger)
  • Eigenschaften, z.B. Klein (der Kleine), Neumann (der Neue), Schwarz (der Schwarzhaarige)

Weitere Informationen zu Nachnamen

  • Seit dem Jahr 1600 ist es in Deutschland Pflicht, einen Nachnamen zu führen.
  • Seit 1994 dürfen Ehepartner ihre bisherigen Familiennamen weiterführen.
  • Kinder müssen allerdings weiter einen gemeinsamen Nachnamen tragen.
  • Durch Heirat zustande gekommene Doppel-Nachnamen (z.B. Müller-Lüdenscheid) dürfen nicht an Kinder weitergegeben werden.
  • Unzumutbare Nachnamen (z.B. Geier, Buhmann) dürfen grundsätzlich geändert werden.

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