NCAA – was ist das?

Norman Volkmann

Wer in den USA auf die Universität geht und dort einer Sportart nachgeht, ist vermutlich Teil der NCAA. Was genau es mit diesem Verband auf sich hat und warum er für den US-Sport so wichtig ist, das erklären wir im folgenden Ratgeber.

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NCAA ist eine Abkürzung und steht für National Collegiate Athletic Association. Über den Verband werden in Universitäten in den USA und Kanada Sportprogramme organisiert. Der Hauptsitz des Freiwilligenverbandes, den es bereits seit 1906 gibt, liegt in Indianapolis, Indiana.

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Stellenwert und Sportarten der NCAA

Anders als in Deutschland nimmt Universitätssport in den USA einen großen und wichtigen Stellenwert ein. Mehr als 1200 Einrichtungen sind in den Vereinigten Staaten und Kanada Teil der NCAA. Die Schulen werden dabei von der NCAA in drei sogenannte „Divisions“ eingeteilt. Sportstipendien für Spieler können dabei nur Schulen vergeben, die entweder zu Division I oder II gehören. Zur Division I gehören große Schulen wie zum Beispiel Duke University, University of Kansas, UCLA (University of California, Los Angeles) oder Butler University. Unter anderem werden folgende Sportarten gefördert und ausgetragen:

  • American Football
  • Baseball
  • Basketball
  • Eishockey
  • Fußball
  • Ringen
  • Tennis

Die Bedeutung der NCAA für den amerikanischen Profisport

Die Rolle der NCAA ist auch für den Profisport in den USA und professionelle Ligen wie MLB (Baseball), NFL (American Football), NHL (Eishockey) oder NBA (Basketball) sehr groß. In allen Ligen gibt es jährlich einen sogenannten Draft durch den neue, junge Spieler eine Chance bekommen, in den jeweiligen Ligen anzutreten. Profiligen wie die NBA zum Beispiel verbieten es High-School-Absolventen nach dem Abschluss dort direkt in die Liga zu kommen. Sie gehen entweder den Umweg über die Uni, oder spielen in Ligen in Übersee. Das College, wie man die Universität in den USA auch nennt, ist dabei eine Art Feuertaufe für viele potentielle Profi-Spieler. Beobachter vieler Teams nehmen die Spieler ganz genau unter die Lupe, um einzuschätzen ob sie in das jeweilige Team passen.

Die NCAA-Meisterschaften

Die besten College-Teams messen sich zudem jedes Jahr in großen Turnieren und Meisterschaften. Besonders beliebt sind dabei unter anderem:

  • Basketball: March Madness – hier treten die besten 68 Mannschaften im K.O.-System gegeneinander an.
  • Baseball: College World Series – acht Teams nehmen an der Meisterschaft teil.
  • American Football: Division I Football Championship Subdivision – hier bestehen die Playoffs aus 24 Teams, die um den Titel kämpfen.
  • Fußball: College Cup – dort treten 48 Teams im K.O.-System gegeneinander an.

Anders als hier werden die meisten dieser Turniere auch im Fernsehen übertragen und in ausverkauften Arenen gespielt, die denen der Profiligen von der Kapazität fast gleichrangig sind. Allerdings dürfen die Spieler – anders als in den Profiligen – kein Geld durch den Sport verdienen. Dies wird immer mehr zu einem Streitpunkt, da die NCAA ein millionenschweres Unternehmen ist, das vor allem durch Lizenzierungen und den Verkauf von Fernsehrechten große Mengen an Geld verdient.

Wenn ihr lieber den Profis zuschauen wollt, sagen wir euch, wie das geht:

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