Bahnt sich das nächste Abschlusszeugnis an oder möchte man die eigene Leistung bei einer Klausur einschätzen, ist der Notendurchschnitt hilfreich. Wie ihr den Notendurchschnitt berechnen könnt, verraten wir euch nachfolgend in unserem Ratgeber.

 

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Was für die Lehrer der Notenschlüssel zur Verteilung der Noten, ist für Schüler der Notendurchschnitt. Im Allgemeinen ist es aber gar nicht so schwer, mit der richtigen Formel den Durchschnitt zu berechnen.

Inhaltsverzeichnis:

Notendurchschnitt berechnen

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65 Genies, die meinen: Wenn’s funktioniert, ist es nicht dumm!
  1. Die Noten sind gleichwertig
  2. Die Noten sind nicht gleichwertig

Notenschlüssel berechnen: Das sind die Faktoren

  1. Erklärung zur Defizitschwelle
  2. Knick-Notenschlüsselrechner
  3. IHK-Notenschlüssel
  4. Unterschied linearer und IHK-Notenschlüssel

Notendurchschnitt berechnen ganz einfach

Möchtet ihr eure Noten berechnen, um auf dem Abschlusszeugnis nicht überrascht zu werden, könnt ihr das pro Fach, aber auch fächerüberreifend ganz einfach durch die Ermittlung des Durchschnitts.

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1. Die Noten sind gleichwertig

  • Bei der einfachsten Variante ist jede Note „gleich viel“ wert, das bedeutet, dass jede Note gleich zählt und zu gleichem Teil in die Berechnung des Notendurchschnitts eingeht. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn der Durchschnitt einer Klassenarbeit berechnet wird oder wenn ihr in der Schule Fächer habt, bei denen keines wichtiger ist als andere (wie bei Grundkursen).
  • Für die korrekte Formel addiert ihr zunächst alle einzelnen Noten, um ihre Summe zu erhalten. Diese dividiert ihr im Anschluss durch die Anzahl der Noten.

Notensumme


Notenanzahl

Beispielrechnung

  • In einem Fach habt ihr im ersten Halbjahr in LEKs, Tests und Arbeiten folgende Noten geschrieben: 2, 4, 3, 1, 3.
  • Möchtet ihr nun den Notendurchschnitt berechnen, addiert ihr diese. 2 + 4 + 3 + 1 + 3 + 2 = 15.
  • Diese Summe der Noten teilt ihr durch die Anzahl der Noten. Insgesamt habt ihr in diesem Fach 5 Noten erhalten, demnach dividiert ihr 15 : 5 = 3. Euer Notendurchschnitt für das Fach liegt demnach bei 3.

2 + 4 + 3 + 1 + 3 + 2


5

Möchtet ihr den Notendurchschnitt insgesamt berechnen, also wissen, wie gut ihr in der Schule seid, dann könnt ihr dieselbe Formel anwenden. Voraussetzung ist, dass ihr keine Kurse habt, die beispielsweise wie Leistungskurse im Abitur besonders stark in euren Notenschnitt eingehen. Addiert ihr fächerübergreifend alle eure Noten und teilt sie dann durch ihre Anzahl, wisst ihr, was euer Notendurchschnitt in der Schule ist.

Plant genug Zeit vor dem Schreiben der Interpretation zum Lesen des Textes ein.
Der Notendurchschnitt berechnet sich, indem ihr die Summe der Noten durch ihre Anzahl teilt.

2. Die Noten sind nicht gleichwertig

  • Sind einzelne Noten unterschiedlich wichtig, das heißt, gehen sie unterschiedlich stark in die Gesamtwertung ein, müsst ihr das bei der Berechnung des Notendurchschnitts berücksichtigen. Habt ihr Leistungskurse, können sie beispielsweise doppelt so stark in den Notendurchschnitt einfließen, wie die Noten in anderen Fächern.

Beispielrechnung

  • Wird eine Note doppelt gewertet, nehmt ihr sie bei der Addition der einzelnen Noten x 2.
  • Beispielsweise habt ihr in den Grundkursen Mathematik, Deutsch, Kunst und Politik folgende Noten geschrieben: 2, 1, 3, 2.
  • Im Leistungskursen Biologie gab es als Abschlussnote eine 2.
  • Bei der Division durch die Anzahl der Noten müsst ihr nun 1 x 2 + die Anzahl der anderen Noten teilen.
  • Über dem Bruchstrich steht als Summe von 2 + 1 + 3 + 2 + (2 x 2) = 12. Diese dividiert ihr durch 6 und erhaltet somit den Notendurchschnitt von 2.

2 + 1 + 3 + 2 + (2 x 2)


4 + (1 x 2)

Je nach Schule oder anderer Bildungsstätte kann es eigene Richtlinien geben, den Notendurchschnitt zu berechnen.

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Notenschlüssel berechnen: Das sind die Faktoren

Dozenten, Lehrer oder Tutoren berechnen den Notenschlüssel für Abi oder Uni in der Regel mit Excel oder einfach online. Ihr findet im Netz einfache Notenschlüssel-Rechner. Aber welche Angaben müsst ihr dort eintragen?

Um den Notenschlüssel berechnen zu lassen, braucht ihr:

  • die beste und schlechteste Note
  • die maximal erreichbare Punktzahl
  • die Defizitschwelle in Prozent
  • je nach Rechner die Angabe, ab wann ihr die beste oder schlechteste Note vergeben wollt (Sockel)

Ihr müsst für euch die Frage klären, ob ihr halbe Punkte zählen wollt. Ein Beispiel für einen Notenschlüssel mit 100 Maximalpunkten und einer Defizitschwelle bei 40% seht ihr hier:

Punkte Note Punktebereich
15 sehr gut 100-95
14 sehr gut 94-89
13 sehr gut 88-83
12 gut 82-77
11 gut 76-71
10 gut 70-66
9 befriedigend 65-60
8 befriedigend 59-54
7 befriedigend 53-48
6 ausreichend 47-42
5 ausreichend 41-36
4 ausreichend 35-30
3 mangelhaft 29-25
2 mangelhaft 24-20
1 mangelhaft 19-15
0 ungenügend 14-0

Erklärung zur Defizitschwelle

Die Defizitschwelle meint den Prozentsatz der Punktzahl, bei der letztmalig eine 4- vergeben werden soll. Legt ihr die Defizitschwelle beispielsweise unter 34%, werden die Notenbereiche sehr gut bis ausreichend überwiegend größer als die Notenbereiche mangelhaft und ungenügend abgebildet.

Im folgenden Video seht ihr, wie ihr mit Excel den Notenschlüssel berechnen und verändern könnt:

Knick-Notenschlüsselrechner

Mit dem Knick im Notenschlüssel kann der Schwierigkeitsgrad angepasst werden. Ihr definiert, ab wann die letzte Note „ausreichend“ vergeben wird. So lässt sich genau „Bestehen“ (4-) und „Nichtbestehen“ (5) definieren und individuell auf die Klassenarbeit, Klausur oder Prüfung anwenden.

Zum Knick-Notenschlüsselrechner

IHK-Notenschlüssel

Beim klassischen IHK-Notenschlüssel sind maximal 100 Punkte zu erreichen. Diesen sogenannten IHK-Punkt- und Notenschlüssel können Lehrer auf andere Maximalpunktzahlen als 100 anpassen und nach Belieben auch halbe Punkte zählen lassen.

IHK-Notenschlüssel anpassen

Unterschied linearer und IHK-Notenschlüssel

Beim linearen Notenschlüssel verteilen sich Punkte und Noten gleichmäßig auf der Skala. Der IHK-Schlüssel ist strenger und so kann es bis zu eine volle Note Unterschied geben.

Bildquellen: www.BillionPhotos.com via Shutterstock

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