RFID-Schutzhüllen und Geldbörsen beziehungsweise Brieftaschen mit RFID-Schutz sollen verhindern, dass Gauner eure Daten auslesen, kopieren und missbrauchen. Ob das wirklich etwas bringt und wie ihr sie auch selbst basteln könnt, verraten wir euch hier.

 

Ratgeber

Facts 

Es ist eine Tatsache, dass technisch versierte Gauner eure RFID-Daten auslesen können. Einmal auf andere Karten kopiert, können sie damit beispielsweise euer Auto starten oder eure Haustür öffnen. Zwar geschieht dieser Datendiebstahl in den meisten Fällen während ihr die Chips gerade benutzt, aber technisch ist das auch bei „herumliegenden“ Karten oder Schlüsseln möglich – sogar aus größerer Entfernung. Wenn ihr euch dagegen schützen wollt, empfiehlt sich die Anschaffung von RFID-Schutzhüllen für einzelne Karten oder gleich einer RFID-Geldbörse, um alles auf einmal zu schützen.

Ein Teilbereich des RFID ist NFC:

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NFC-Funktion: Was kann man damit machen?

Welche RFID-Hüllen und -Geldbörsen gibt es?

Tatsächlich ist es gar nicht so teuer, wenn ihr eure Karten davor schützen wollt, dass Dritte sie auslesen. Bei Amazon bekommt ihr bereits für 19,95 Euro eine RFID-Geldbörse, die 6 Karten gleichzeitig schützen kann und sogar noch einigermaßen gut aussieht. Der Verkäufer bietet sogar eine Geld-zurück-Garantie. Also einfach kommen lassen, Karten rein und mit dem NFC-fähigen Smartphone testen, ob man die Karten noch auslesen kann.

Wenn ihr Bedarf an einzelnen RFID-Schutzhüllen hab, werdet ihr ebenfalls bei Amazon fündig. Beispielsweise mit einem Angebot, bei dem es 18 RFID-Hüllen zu 7,99 Euro gibt. Ihr könnt darin Scheckkarten oder Zugangskarten einzeln aufbewahren, müsst sie nicht immer in der Geldbörse transportieren und habt genug davon, um auch noch die Familie oder Kollegen zu versorgen.

Gebt einen Euro mehr aus und ihr bekommt für 8,99 Euro 10 RFID-Hüllen in Scheckkartengröße, 2 Hüllen für den Reisepass sowie einen geschützten Gepäckanhänger. Was Letzterer allerdings schützen soll, ist nicht ganz klar.

RFID-Schutz selbst anfertigen

Vor einigen Jahren hat die Stiftung Warentest eine RFID-Geldbörse getestet und dabei zwei interessante Feststellungen gemacht:

  1. Das Auslesen von Daten wurde zu etwa 99 Prozent unmöglich gemacht.
  2. Der eigentliche Schutz in der RFID-Geldbörse bestand nur aus ein paar Lagen Alufolie.

Das bedeutet also, dass ihr eure Karten tatsächlich effektiv schützen könnt, indem ihr sie in selbstgemachte, kleine Hüllen aus Alufolie steckt. Oder ihr legt einfach mehrere Lagen dieser Folie übereinander in die äußere Scheintasche und durch das Zusammenklappen der Geldbörse werden die Karten abgedeckt.

Technisch handelt es sich dabei um eine simple Abschirmung der Funkwellen, sodass die Karten nicht auf die Signale der Lesegeräte antworten können.

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Marco Kratzenberg
Marco Kratzenberg, GIGA-Experte für Windows, Software, Internetrecht & Computersicherheit.

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