Staubsauger kaufen: Worauf muss ich achten?

Selim Baykara 3

Staubsauger ist nicht gleich Staubsauger. Beim Staubsauger kaufen können deshalb zahlreiche Fragen auftauchen: Soll es ein Akku-Sauger oder das klassische Kabel-Modell sein? Mit oder ohne Beutel? Und welche Rolle spielt der eingebaute Filter? Im folgenden Ratgeber klären wir auf und zeigen euch, worauf ihr beim Staubsauger kaufen achten müsst.

Video: Der Staubsauger-Härtetest - Welt der Wunder

Ohne Staubsauger verkommt der Haushalt ganz schnell - so viel ist klar. So lange das alte Modell seinen Dienst verrichtet, machen sich die meisten Leute aber keine großen Gedanken über den Staubsauger. Problematisch wird es erst, wenn der getreue Helfer den Geist aufgibt und ihr euch einen neuen Staubsauger kaufen müsst. In Fachgeschäften und Online-Shops findet ihr eine nahezu unüberschaubare Anzahl an verschiedenen Typen und Modellen - da kann man schon mal den Überblick verlieren. Auf folgende Dinge solltet ihr dabei vor allem achten.

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Staubsauger kaufen - Bodenstaubsauger oder Akku-betrieben?

  • mit Kabel-Anschluss sind die verbreitetsten Staubsauger-Modelle.
  • Diese soliden Allrounder eignen sich gleichermaßen gut für großflächige Bereiche, Holzböden oder Teppiche.
  • Der  erzielt beispielsweise sowohl auf harten Flächen als auch Teppichen vergleichbare Werte und hat dazu noch einen geringen Staubausstoß.
  • Akkubetriebene Modelle eignen sich dagegen vor allem für große Flächen, da der Staubsauger nicht an ein Kabel gebunden ist.
  • Nachteil: Der Akku hat nur eine begrenze Laufzeit, bevor er wieder aufgeladen werden muss. Wenn ihr einen Akku-betriebenen Staubsauger kaufen wollt, solltet ihr deshalb auf eine ausreichende Laufzeit achten - ansonsten geht euch während dem Saugen der Saft aus.
  • Generelle sind hier zu bevorzugen.
  • Lest zum Thema Akkus auch unseren Guide Akku: Wissenswertes rund um die Energiespeicher.

Reinigungsklasse - Was bedeutet das?

Beim Staubsauger kaufen werdet ihr früher oder später auf verschiedene Energielabels stoßen. Diese wurden am 1. September 2014 von der EU eingeführt und sollen Verbrauchern den Vergleich der verschiedenen Modelle erleichtern. Folgende Bezeichnungen solltet ihr euch merken:

  • Energieeffizienzklasse: von A (beste) bis G (schlechteste) - Zeigt an, wieviel Strom der Staubsauger verbraucht. Pro Stufe verbraucht der Staubsauger 6 kWh. Ein Staubsauger der Klasse G verbraucht also 36 kWh.
  • Hartboden: Reinigungsklasse von A (beste) bis G (schlechteste) - Zeigt an, wie gut der Staubsauger mit glatten Böden, d.h. beispielsweise Laminat, Holzdielen, Parkett oder Fliesen zurecht kommt.
  • Teppich: Reinigungsklasse von A (beste) bis G (schlechteste) - Zeigt an, wie gut der Staubsauger einen Normteppich reinigt. Ein Staubsauger der Klasse A muss 91% des Staubs aufsaugen, pro Klasse sinkt der Wert um 4%. Ein Staubsauger der Klasse G muss also noch mindestens 67% Staub wegsaugen.
  • Staub in der Ausblasluft: Emissionsklasse von A (beste) bis G (schlechteste) - Zeigt an,  wie sauber die Abluft ist. Gerade für Allergiker spielt das eine große Rolle. Bei einem Gerät der Klasse A gelangen bei maximalem Luftstrom weniger als 0,02 % des eingesaugten Staubs wieder in den Raum. Bei Klasse B sind es zwischen 0,02 und 0,08 %, in der schlechtesten Klasse G liegt der Wert bei über 1%.

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Staubsauger kaufen - Mit oder ohne Beutel?

sind immer noch die Klassiker in deutschen Haushalten. Ihr kauft euch einmalig einen Beutel und wechselt ihn aus, wenn er voll ist. Staubsauger mit Beuteln müsst ihr seltener reinigen als beutellose Modelle, außerdem sind sie in der Regel leiser. Nachteil: Da ihr immer wieder neue Beutel kaufen müsst, entstehen Folgekosten. Außerdem nimmt die Saugleistung ab, je voller der Beutel ist. Zahlreiche kommen deshalb ganz ohne Beutel aus. Dabei entstehen zwar keine weiteren Kosten, allerdings ist die Reinigung schwieriger. Der Schmutz wird in einem separaten Behälter aufbewahrt, der vor allem bei günstigen Modellen nur schwer zu reinigen ist. Außerdem sind Staubsauger ohne Beutel lauter und auch anfälliger für Defekte.

Welche Rolle spielt der Filter?

Ein Staubsauger, der den Boden reinigt aber die Luft verschmutzt taugt nichts. Ohne guten Filter wird der Staub nach dem Saugen einfach wieder in die Luft geblasen - achtet deshalb auf die Emissionsklasse des Staubsaugers. besitzen zudem mehrere Filter: Dabei filtert der Hauptfilter  den Großteil an Staub und Schmutz - wenn er voll ist, wird er einfach entsorgt. Einfachere Modelle tun es aber auch: Passt aber auf, dass der Filter mindestens eine doppelte Wand hat. Stauballergiker sollten zudem den Kauf eines (High-Ffficiency Particulate Arrestance) erwägen. Bei dieser hocheffizienten Filtertechnik werden auch kleinste Schmutzpartikel aus der Luft gefiltert - eure Lunge wird es euch danken.

Saugleistung - Ist mehr Watt automatisch besser?

  • Eine höhere Wattzahl bedeutet nicht, dass der Staubsauger auch besser saugt - sie zeigt nur an, wie hoch der effektive Stromverbrauch ist.
  • Lasst euch beim Staubsauger kaufen deswegen nicht von einer hohen Wattzahl beeindrucken. Eine hohe Wattleistung treibt letztlich nur die Energiekosten in die Höhe - wichtiger ist die Reinigungsklasse.
  • Eine gute Saugleistung ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Leistung des Motors, Konstruktion der Düsen und Form des Gebläses.
  • Eine Leistung von 350 Watt sollte für die meisten Zwecke völlig ausreichen, achtet eher darauf, dass ihr die Saugleistung auch regulieren könnt.

Bildquelle: Vacuum Cleaner via Shutterstock

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