Android One: Googles nächste Smartphone-Generation soll weniger als 50 Euro kosten

Rafael Thiel 4

Mit Android One wollte Google medienwirksam „die nächste Milliarde“ Benutzer erreichen. Da die Nachfrage für die preiswerten Smartphones mit puristischer Oberfläche jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb, will Google sein Projekt neu starten. Noch günstigere Geräte für weniger als 50 Euro sollen die Trendwende bringen und unter anderem den indischen Markt erschließen.

Android One: Googles nächste Smartphone-Generation soll weniger als 50 Euro kosten

Die Prämisse von Android One ist im Grunde überaus attraktiv. Denn wer würde nicht gefallen an günstiger Hardware gepaart mit purem Android und zeitnahen Updates direkt von Google finden? Doch nach knapp einem Jahr auf dem Markt zieht der Konzern keine positive Bilanz und strebt Veränderungen an. Der Erfolg des Projekts „bleibe hinter den Erwartungen zurück“, gab Googles Rajan Anandan, leitender Manager für Indien und Südostasien, gegenüber den Financial Times zu. Als Ursache führt er Probleme bei der Lieferkette aus China an, die zu einem Mangel an Geräten geführt haben soll. Doch der zuständige Google-Manager bestätigt auch, dass man weiterhin hinter Android One stehe und das Projekt zeitnah neu gestartet werde – genauere Angaben sollen in „den nächsten Wochen“ folgen.

Android One - A New Baby.

Es werde jedoch, so Anandan, der „sweet spot“, also der ideale Preis für den preisbewussten Smartphone-Markt in Indien angepeilt. Zwischen 2.000 und 3.000 indische Rupien (INR) (umgerechnet etwa 29 und 43 Euro) soll die nächste Fuhre an Android One-Geräten kosten. Erst in den kommenden Jahren will der Konzern dann in den Preissegmenten 3.000 bis 4.000 INR (circa 57 Euro) und 4.000 bis 5.000 INR (etwa 72 Euro) die Mittelklasse mit preiswerten, aber technisch einwandfreien Smartphones bedienen. Bislang kosten die Modelle der Android One-Initiative in der Regel etwa 5.000 INR; das Lava Pixel V1 sticht mit einem Verkaufspreis von stolzen 11.000 INR, also umgerechnet knapp 160 Euro, heraus – zu viel für die meisten Menschen in Indien, die erst einmal so günstig wie möglich in den mobilen Markt einsteigen wollen.

Darüber hinaus machten diverse für den indischen Markt spezialisierte Dienste konkurrierender Startups dem Konzern aus Mountain View zu Schaffen. Daher will Google dem Vernehmen nach noch mehr seiner Produkte dahingehen optimieren. Damit einher geht auch, dass geringe Internetbeanspruchung künftig eine höhere Priorität hat. Bisher wurden bereits Google Maps und YouTube mit einem Offline-Modus für den indischen Markt ausgestattet, mehr Dienste sollen folgen. Denn „strategisch ist sehr, sehr wichtig“, bemerkt Anandan. „[…] in 10 Jahren werden eine Milliarde Inder online sein und […] wir denken, dass das einen großen Einfluss auf die globale Internet-Wirtschaft haben wird.“

Quelle: Financial Times via Android Police

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