Android One: Nächstes Modell soll am 14. Juli angekündigt werden, Vermarktung als „preiswertes“ Nexus

Tuan Le 4

Nomen est Omen: Wie es aussieht, wird Google das nächste Modell der Android One-Serie unter dem Nexus-Banner laufen lassen. Grund dafür sei, laut Insiderquellen, dass sich die Android One-Reihe bislang nicht sonderlich gut verkaufte und der Konzern daher in Zukunft eine etwas andere Marktstrategie verfolgen wolle. So soll das bislang noch namenlose Gerät mit umgerechnet rund 168 Euro fast doppelt soviel kosten wie die Vorgängermodelle, dafür allerdings auch bessere Spezifikationen bieten.

Android One: Nächstes Modell soll am 14. Juli angekündigt werden, Vermarktung als „preiswertes“ Nexus

Android-Smartphones für alle, von verschiedenen Herstellern, aber mit Software von Google - das war die Idee hinter Android One, einer bislang exklusiv in Asien erschienenen Smartphone-Reihe. Gerade in Schwellenländern und aufstrebenden Märkten wie zum Beispiel Indien sollten die günstigen Geräte, streng konzipiert nach den Vorgaben von Google, mit Stock Android und passabler Hardware hohe Marktanteile erringen. Die Realität sah allerdings anders aus - schleppende Verkäufe, gefolgt von Preissenkungen für die ohnehin schon günstigen Geräte verhießen nichts Gutes für die Zukunft der One-Serie. Offenbar wird Google dennoch mindestens ein weiteres Modell auf den indischen Markt geben: Durch die Zusammenarbeit des Smartphone-Herstellers Lava und der Chipschmiede MediaTek entstanden, soll der neue 5-Zoller am 14. Juli der Öffentlichkeit präsentiert werden. Dieses sei aber mit einer Software ausgestattet, die gemeinsam von Google und Lava angepasst sei.

Android One bislang ein wirtschaftlicher Reinfall

Dies berichten zumindest die anonymen Quellen der indischen Economic Times. Eines der Hauptprobleme der Android One-Geräte sei bislang gewesen, dass die indischen Unternehmen im Prinzip an der Hardware - diese wurde bei den ersten Modellen der One-Reihe von chinesischen ODMs gefertigt - und an der Software kaum ein Recht zur Mitgestaltung hatten und dementsprechend auch die Performance der Geräte nicht optimal war. Mit rund 800.000 ausgelieferten Einheiten von September 2014 bis Mai dieses Jahres können die Geräte kaum als wirtschaftlicher Erfolg bezeichnet werden. Insgesamt wurden allein im letzten Quartal des vergangenen Jahres 24 Millionen Smartphones in Indien ausgeliefert, selbst unter den Smartphones für unter 100 US-Dollar machte Android One aber nur einen Anteil von etwa 33 Prozent aus.

Bessere Performance und Verfügbarkeit für nächstes Android One-Smartphone

Um dem entgegenzuwirken soll Google eng mit Lava zusammenarbeiten, um die Ausrichtung der One-Reihe zu verändern und diese stattdessen als günstige Nexus-Geräte zu vermarkten. Der Nexus-Name dürfte nach wie vor eine hochwertigere Qualität suggerieren und demnach soll das nächste Android One-Smartphone mit erheblich besseren Spezifikationen aufwarten als die Vorgängermodelle. Derartige Andeutungen machte Sundar Pichai, Chef der Android-Abteilung bei Google, schon im September vergangenen Jahres. Auch solle sich das nächste Smartphone mehr von der Masse abheben - etwas, was den vorangegangenen Android One-Geräten aufgrund der engen Vorgaben von Google fehlte.

Dementsprechend steigt allerdings auch der Preis: Mit umgerechnet rund 168 Euro soll das neue Modell fast doppelt so teuer sein wie die ursprünglichen One-Geräte. Zu den Spezifikationen gibt es indes kaum Informationen, 2 GB RAM Arbeitsspeicher sollen dieses Mal aber auf jeden Fall an Bord sein und auch ein MediaTek-SoC darf als gesetzt gelten. Auch um die Verfügbarkeit soll es besser bestellt sein, da die Geräte nicht mehr nur im Online-Shop, sondern auch bei lokalen Händlern erhältlich sein sollen. Ob dies zum großen Durchbruch führen wird, bleibt abzuwarten: Gerade Unternehmen wie Motorola, Xiaomi, ASUS und Lenovo stellen für Android One in Indien sehr starke Konkurrenz dar.

Quelle: ET Tech, ZDNet via Android Central

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