ASUS PadFone: Die eierlegende Android-Wollmilchsau?

Amir Tamannai 2

ASUS hat gerade unter Android in den letzten Monaten viel Innovationskraft bewiesen: Mit dem Transformer Pad TF101 und dem Transformer Pad Prime haben die Taiwaner zwei ausgezeichnete Tablets auf den Markt gebracht, die zusätzlich mit der andockbaren Tastatur überzeugten. Mit dem PadFone geht ASUS noch einen Schritt weiter und versucht, Smartphone, Tablet und Notebook in einem Gerät unterzubringen.

Eines für alles: Durch die Medien geisterte das PadFone schon seit langer Zeit, ein erster Prototyp wurde auf der Computex von ASUS-Chef Jonney Shih in einer inzwischen kultig-magischen Präsentation gezeigt. Offiziell vorgestellt wurde das All-in-One-Gerät dann aber erst im März 2012 auf dem MWC in Barcelona.

Und tatsächlich vereint auch das „fertige“ PadFone Smartphone, Tablet, Tastaturdock und Stylus. Das alles garniert mit der Leistungsfähigkeit des Snapdragon S4-Chipsatzes von Qualcomm – der im Smartphone werkelt, während das Tablet quasi nur als Bildschirm dient – und der neuesten Android-Iteration 4.0 „Ice Cream Sandwich“ verspricht an sich Großes; hat aber auch seinen Preis: Zwar ist der Kostenpunkt des Gesamtpaketes für den europäischen Markt noch nicht offiziell kommuniziert, in den USA schlagen aber das Tablet plus Smartphone und Stylus mit 800 Dollar zu Buche, das Tastaturdock kostet noch einmal 150 Dollar. Es ist davon auszugehen, dass das PadFone mit allen Komponenten hierzulande preislich an der 1000 Euro-Marke kratzen wird.

Ob das PadFone diese stolze Summe wert ist respektive ob wirklich jede Komponente oder das Gesamtkonzept Sinn machen, bleibt abzuwarten, bis das Gerät bei uns erhältlich ist und von uns auf Herz und Nieren geprüft werden kann. Während in Taiwan erste Exemplare des Hybriden bereits erhältlich sind, ist der Deutschland-Start für den Juli 2012 anberaumt.

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