Mitglieder des Europäischen Parlaments wollen Apple zu Micro-USB-Anschluss im iPhone zwingen

Florian Matthey

Zwingt die EU Apple doch noch zu einem Wechsel hin zu Micro-USB-Anschlüssen im iPhone? Die Mitglieder des Binnenmarkt-Ausschusses des Europäischen Parlaments haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, Micro-USB zum Standard für alle Handy-Hersteller zu machen - ohne Ausnahme.

Die Mitglieder des Ausschusses kamen am letzten Donnerstag zu dem einstimmigen Beschluss. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die EU mit dem Thema befasst: Handy-Hersteller hatten sich bereits im Jahr 2009 mit der Europäischen Kommission auf ein universelles Ladekabel mit Micro-USB-Anschluss geeinigt.

Allerdings sah die Einigung vor, dass Hersteller dem auch durch Anbieten eines Adapters nachkommen können - bekanntlich wählte Apple diese Option und verkauft seitdem in Europa Dock-auf-Micro-USB und Lightning-auf-Micro-USB-Adapter. Da der Einsatz von Adaptern umständlich ist und Kunden diese zusätzlich erwerben müssen, hatte die Einigung mit der Kommission nicht wirklich eine Vereinheitlichung zur Folge.

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Die Europäischen Parlamentarier wollen jedoch durch eine weitgehendere Vereinheitlichung dafür sorgen, dass weniger Elektromüll entsteht und Kunden sich nicht mehr mit „Kabelchaos“ auseinandersetzen müssen.

Aufgrund dessen trafen sie den Beschluss, der auch Apple verbindlich die Integration eines Micro-USB-Anschlusses in künftigen iPhones vorschreiben soll. Wohlgemerkt handelt es sich lediglich um einen Beschluss des Ausschusses und nicht des ganzen Parlaments; ob aus der Initiative tatsächlich EU-Recht in Form einer Verordnung wird, wird sich noch zeigen.

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