BlackBerry: Google, Samsung, LG und Intel als potenzielle Käufer im Gespräch

Amir Tamannai 10

Auch wenn wir bislang über das traurige Thema nicht berichtet hatten, dürfte es den wenigsten entgangen sein: BlackBerry hatte im August dieses Jahres verkündet, aus eigener Kraft nicht mehr weitermachen zu können, im September wurde bekannt, dass der Versicherer Fairfax Financials das angeschlagene Unternehmen für 4,7 Milliarden Dollar übernehmen würde. Nun scheint es aber, als sähe sich Blackberry nach weiteren Optionen um: Einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, sollen nun auch Google, Samsung, LG, Intel, Cisco und SAP Gebote für den kanadischen Smartphone-Hersteller abgeben.

Während das kanadische Versicherungsunternehmen Fairfax Financials wohl eher an den Geldwerten BlackBerrys interessiert sein dürfte, hat der einst erfolgreiche Hersteller von Business-Handys aber potenziellen Käufern aus der Techbranche noch etwas mehr zu bieten. Für den Fall, dass der Deal mit Fairfax doch noch platzen sollte, hat BlackBerry nun verschiedene einstige Konkurrenten aufgefordert, ebenfalls Gebote für einen etwaigen Kauf abzugeben. Darunter sind laut Reuters neben SAP, Cisco und Intel auch Google, Samsung und LG.

Übernehmen könnten diese Unternehmen BlackBerrys Servernetz für verschlüsselte Nachrichten im Wert von rund 3 bis 4,5 Milliarden US-Dollar sowie Patente im Wert von 2 bis 3 Milliarden Dollar. Die Bar- und Beteiligungsreserven des Unternehmens werden derweil auf 3,1 Milliarden Dollar geschätzt. Problem: Analysten prognostizieren, dass der vormals Research in Motion heißende Konzern in den kommenden anderthalb Jahren bis zu 2 Milliarden Dollar dieser Reserven verbrennen wird und dass auch der Wert der Patente sich in den nächsten 18 Monaten halbieren dürfte.

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BlackBerry KEY2: Dual-Kamera des Business-Smartphones angetestet

Keine allzu rosigen Aussichten für BlackBerry oder potenzielle Käufer -- alle genannten Übernahme-Kandidaten haben bislang dann auch jedwede Stellungnahme zu der Meldung verweigert; bei Samsung konnte laut Reuters niemand, der sich zum Thema hätte äußern können, erreicht werden.

Quelle: Reuters [via Handelsblatt], Titelbild: GSMarena, danke für den Hinweis Markus!

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