BlackBerry Passport: Beinahe-Androide mit physischer Tastatur & 4:3-Formfaktor vorgestellt

Tuan Le 12

In Zeiten von immer größer werdenden Touchscreen-Smartphones setzt das gestern in London vorgestellte BlackBerry Passport gegensätzliche Akzente. Nicht nur, dass es mit einer physischen Tastatur daherkommt, auch der 4:3-Formfaktor dürfte heutzutage für Erstaunen sorgen. Zugleich passt sich das Unternehmen den Wünschen des Mainstreams an und erlaubt die Nutzung von Android-Apps, etwa über den vorinstallierten Amazon App Shop. Im Hands-On-Video von Techstage zeigt sich, dass das Gerät noch weitere Tricks im Ärmel hat.

BlackBerry Passport: Beinahe-Androide mit physischer Tastatur & 4:3-Formfaktor vorgestellt

BlackBerry hat es im Moment schwer, sich auf dem Markt gegen die Konkurrenz durchzusetzen – selbst im Unternehmensbereich machen sowohl Android- als auch iOS-Geräte dem Unternehmen Anteile streitig. Reagiert hat man auf den starken Konkurrenzdruck bereits Software-seitig durch die Möglichkeit der Ausführung von Android-Apps, die mittlerweile unter dem hauseigenen OS nahezu problemlos und komfortabel vonstatten geht. Davon profitiert auch das neue BlackBerry Passport, das gestern vorgestellt worden ist und mit einer Mischung aus markanter Hardware sowie durchdachter Software Vieltipper und Geschäftskunden für sich begeistern möchte.

Den Namen verdient sich das BlackBerry Passport durch seine Abmessungen redlich, da diese exakt denen eines Reisepasses entsprechen - im Detail sind dies 128 x 90,3 x 9,3 Millimeter bei einem stolzen Gewicht von 196 Gramm. Natürlich steckt in dem Smartphone allerhand Technik: Ausgestattet ist das Passport mit einem 4,5-Zoll-Display im 1:1-Format mit einer ungewöhnlichen Auflösung von 1.440 x 1.440 Pixel.

Die Bildschärfe ist mit der Pixeldichte von 451 ppi hervorragend, auch die Qualität der Darstellung wirkt auf den ersten Blick überzeugend. Für ausreichend Leistung sorgt der Qualcomm Snapdragon 801-SoC, ein Vierkerner mit einer Taktung von 2,3 GHz. Darüber hinaus befinden sich 3 GB RAM, 32 GB interner Speicher, welcher sich via microSD erweitern lässt sowie ein großer 3.450 mAh-Akku an Bord. Nach Angaben BlackBerrys lassen sich damit 12 Stunden lang Videos betrachten, eine Gesprächszeit von bis zu 23 Stunden erreichen oder alternativ 18 Tage im Standby verbringen. Eine 13 MP-Kamera auf der Rückseite, eine 2 MP-Frontkamera, LTE und NFC komplettieren die Ausstattung des Gerätes.

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Mit trockenen Spezifikationen lässt sich das Smartphone aber kaum angemessen beschreiben. Die Verarbeitung des Passport ist laut Techstage sehr gut und mit der physischen Tastatur, die drei Reihen besitzt, zeigt sich das BlackBerry Passport auf dem ersten Blick direkt als echtes Business-Gerät. Die Tastatur ist obendrein auch Touch-sensitiv, sodass sie etwa zum auswählen von Wortvorschlägen durch Wischgesten nach oben oder beim Surfen gar als Scrollrad verwendet werden kann. Während BlackBerry OS 10.3 eine vor allen Dingen auf Kommunikation ausgelegte Oberfläche mit sich bringt, müssen Android-Fans nicht auf heiß geliebte Apps verzichten - sowohl APKs per Sideload als auch Apps aus dem erstmals integrierten Amazon App Store lassen sich mit dem BlackBerry Passport nutzen. Das Passport wird in Kürze erhältlich sein und mit 599 Euro zu Buche schlagen.

Was sagt ihr zum BlackBerry Passport? Haben Smartphones mit physischer Tastatur überhaupt noch eine Daseinsberechtigung? Eure Meinung wie immer unten in die Kommentare.

Quellen: BlackBerry, Techstage (1) , (2)

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