BlackBerry: Priv war zu teuer, zukünftiger Fokus auf Mittelklasse

Philipp Gombert

Beim Priv setzte BlackBerry erstmals auf Android und verzeichnete damit, für die bescheidener gewordenen Ansprüche des ehemaligen Branchenprimus, einen achtbaren Erfolg. Dennoch blieben die Verkaufszahlen insgesamt hinter den Erwartungen zurück, weshalb sich die Kanadier nun verstärkt auf die Mittelklasse konzentrieren möchten.

BlackBerry: Priv war zu teuer, zukünftiger Fokus auf Mittelklasse

So erklärte BlackBerry-CEO John Chen in einem Interview mit The National, dass der Preis des Priv viele Kunden abschrecke. Verständlich, immerhin schlägt der schicke Android-Slider hierzulande mit einem UVP von über 700 Euro zu Buche. Auch nackte Zahlen stützen diese These Chens: Analysten erwarteten 850.000 Verkäufe des Priv im 1. Quartal 2016, stattdessen verzeichnete BlackBerry nur 600.000 Einheiten.

Daher will man sich künftig wieder mehr auf Mittelklasse-Smartphones konzentrieren: Für 2016 plant der Hersteller demnach zwei neue Geräte. Eines kommt laut Chen mit einer physischen Tastatur, das andere wird hingegen ein reines „Touchscreen-Smartphone“. Erst vor Kurzem wurden Gerüchte um zwei neue BlackBerry-Geräte laut, die den Aussagen des CEOs zum Teil entsprechen.

BlackBerry muss an alte Zeiten anknüpfen

In den Glanzzeiten der vergangenen Jahre sprach das Unternehmen unter anderem mit dem Pearl, Curve und Bold verschiedene Zielgruppen an. Durch die beiden neuen Smartphones in diesem Jahr könnte BlackBerry also an eine bewährte Strategie anknüpfen. Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass BlackBerry zumindest aktuell noch nicht der Oberklasse-Konkurrenz Einhalt gebieten kann. Im Mittelklasse-Sektor ist die Konkurrenz zwar ebenfalls hart, mit günstigeren Preisen könnte BlackBerry aber möglicherweise den einen oder anderen alten Fan zurückerobern.

Quelle: The National via GSMArena

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