Erfolgreiche Blackberry-Klage: Gericht verbietet Typos iPhone-Tastatur

Thomas Konrad

Blackberry hat gegen Typo, den Hersteller einer Tastatur-Hülle für Apples iPhone, eine einstweilige Verfügung erwirkt. Das geht aus einem aktuellen Reuters-Bericht hervor. Typo muss den Verkauf seines Keyboard-Cases nun vorerst einstellen.

Eine Blackberry-Sprecherin zeigte sich in einer E-Mail erfreut über das Urteil und bezeichnet Typos iPhone-Hülle als offenkundigen Diebstahl der eigenen, patentierten Keyboard-Technologie.

Bereits im Januar hatte Blackberry eine Klage gegen Typo eingereicht. Zu sehr ähnle die Tastatur den Designs aus dem Hause Blackberry. 9to5Mac zitierte damals den Leiter von Blackberrys Rechtsabteilung: Dass das hauseigene Keyboard-Design auch für andere Smartphones angeboten werden soll, sei zwar schmeichelhaft, aber nicht zu tolerieren.

In der Tat zeigt ein direkter Vergleich beider Produkte große Übereinstimmungen.

Hinter dem Unternehmen Typo steckt unter anderem US-Moderator Ryan Seacrest, der Teil der American Idol-Jury ist. Das Keyboard Case kostet 99 US-Dollar und erweitert Apples iPhone 5 und iPhone 5s unterhalb des Bildschirms um eine Blackberry-ähnliche Hardware-Tastatur. Diese ist hintergrundbeleuchtet und verbindet sich über Bluetooth mit dem iPhone.

Das US-Magazin The Verge beispielsweise konnte Typos Keyboard-Case nicht empfehlen. Es fresse den Akku des iPhones leer und versperre den Zugang zum Home-Button (und damit zu Touch ID). Nicht einmal die Tastatur selbst sei gelungen: Schlechter Druckpunkt, wacklige Tasten und kein Vergleich zum Original- am Ende gab es drei von zehn Punkten.

Das Aus für Seacrests Unternehmen bedeutet das Urteil wohl nicht: Typo will weiterhin „innovative“ Produkte herstellen und verkaufen.

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