Das Essential PH-1, das neue Modul-Smartphone von Android-Vater Andy Rubin, hat die erste Etappe genommen und einen Provider gefunden. Beim US-Mobilfunker Sprint wird das Gerät in den Verkauf gehen. Damit steigen auch die Chancen auf einen hiesigen Marktstart. 

 

Essential PH-1

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Essential PH-1

Blendend läuft es bisher für Essential Products. Nachdem letzte Woche bekannt wurde, dass Andy Rubins neu gegründetes Unternehmen eine Finanzspritze von 300 Millionen US-Dollar erhalten hat, kann das Startup mit dem US-amerikanischen Mobilfunkanbieter Sprint jetzt den ersten Provider präsentieren, der das Essential PH-1 in den Verkauf nimmt.

Eine offizielle Bekanntgabe der Partnerschaft zwischen Sprint und Essential Products steht zwar noch aus. Laut USA Today hat sich der US-Mobilfunkprovider aber die Exklusivrechte am Essential PH-1 gesichert und wird das Modul-Smartphone nicht nur in den eigenen Stores großflächig bewerben, sondern auch eine Werbekampagne für das Gerät auflegen. Dem Vernehmen nach wurde Sprint aufgrund der engen Beziehung zwischen Andy Rubin und SoftBank-CEO Masayoshi Son ausgewählt, dessen Unternehmen 83 Prozent an Sprint hält.

Trotz der Exklusiv-Partnerschaft wird Sprint aber keinen Einfluss auf die Softwaregestaltung des Essential PH-1 nehmen. Ein Branding mit dem Logo des Mobilfunkanbieters wird es demzufolge auf dem Essential PH-1 also nicht geben. Damit hält Andy Rubin sein Versprechen, dass Käufer der Essential-Smartphones die alleinigen Herren über ihre Handys sein werden und der Hersteller keine Bloatware oder Ähnliches auf den Geräten vorinstalliert.

Chancen für hiesigen Marktstart steigen

Auch wenn der Deal zwischen Essential Products und Sprint zunächst einmal keine direkten Auswirkungen auf den hiesigen Marktstart des Modul-Smartphones hat, ist die Vereinbarung zwischen beiden Unternehmen aus deutscher und europäischer Sicht dennoch zu begrüßen – zeigt sie doch, dass Andy Rubins Startup sich nicht nur auf den Verkauf über die eigene Webseite konzentriert, sondern auch Verhandlungen mit großen Mobilfunkanbietern führt.

Die Chancen stehen damit nicht schlecht, dass der eine oder andere deutsche Anbieter das Essential PH-1 über kurz oder lang ebenfalls ins Sortiment aufnimmt. Bislang können sich ausschließlich US-Amerikaner für das 699 US-Dollar teure Essential PH-1 vorregistrieren. Ab Ende Juni soll das Smartphone ausgeliefert werden.

Quelle: USA Today via 9to5Google