Google beendet Glass Explorer-Programm, ernennt Nest-Gründer zum neuen Chef

Lukas Funk

Google wird das Glass Explorer-Programm zum 19. Januar offiziell beenden. Ab dann wird die Entwicklung nicht länger in den Laboren von Google X stattfinden. Dass Google Glass nicht am Ende ist und die Entwicklung weiter geht verspricht aber eine Personalie: Nest-Gründer und iPod-Erfinder Tony Fadell steht dieser zukünftig vor.

Google beendet Glass Explorer-Programm, ernennt Nest-Gründer zum neuen Chef

Google Glass ist nicht mehr nur ein Experiment, sondern wird zukünftig von einer eigenen Abteilung außerhalb von Google X entwickelt werden. Das Explorer-Programm und der Verkauf von Glass wird offiziell am kommenden Montag, den 19. Januar, beendet. Teilnehmer von Glass at Work, Googles Vorhaben, Glass an verschiedenen Arbeitsplätzen wie etwa Krankenhäusern und Werkstätten einzusetzen, sollen aber weiterhin unterstützt werden.

Noch ist nicht bekannt, wie es mit Glass – vor allem im Endnutzerbereich – weitergehen wird. Dass Google aber möglicherweise an einer besseren Version von Glass für Anwender arbeitet, deutet die Besetzung der neuen Glass-Abteilung an: Kein Geringerer als Tony Fadell, der Kopf hinter Apples integriertem iTunes-iPod-Geschäftsprogramm, wird dieser vorstehen. Fadell ist außerdem Gründer der Nest Labs und seit deren Übernahme vor einem Jahr Teil von Google. Inzwischen wird Nest gar als die interne Hardware-Schmiede Googles gehandelt, die zukünftig mehr als nur Rauchmelder und Thermostate entwickeln könnte – etwa auch die neue Glass-Hardware. Seine bisherige Position bei Nest wird Fadell auch weiterhin innehaben, Glass stellt lediglich eine Ausweitung seiner Verantwortung dar.

Zuletzt war es ruhig um die Entwicklung von Google Glass geworden. Besonders die Relation der Cyberbrille zur neuen Geräteklasse der Smartwatches und deren Betriebssystem Android Wear sorgte immer wieder für Spekulationen. Neuigkeiten gab es lediglich in Form eines überarbeiteten, kompakten Designs, das Google sich hat patentieren lassen. Zudem hatte Glass mit Image-Problemen zu kämpfen, sorgte bei Datenschützern für Bedenken und war sogar in mehrerlei Hinsicht für die Porno-Industrie interessant.

Quelle: Google Glass @Google+, via The Verge

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