Google Glass 2: Luxottica-Chef deutet baldigen Start an, Patent könnte Design zeigen

Rafael Thiel 2

Nachdem es die vergangenen Monate ruhig geworden ist um Google Glass, häufen sich dieser Tage die Anzeichen auf eine baldige Vorstellung der zweiten Generation der Datenbrille. Der Geschäftsführer von Luxottica, einem kooperierenden Brillendesigner, ließ auf einer Aktionärsversammlung durchblicken, dass die neue Version kurz vor der Finalisierung stehe. Darüber hinaus sind Patente gesichtet worden, die unter anderem Eye-Tracking als Mittel zur Bedienung des Wearables nahelegen.

Google Glass 2: Luxottica-Chef deutet baldigen Start an, Patent könnte Design zeigen

Zu Beginn des Jahres überraschte Google mit der Ankündigung, wonach das Explorer Programm der Google Glass eingestellt und die Datenbrille hinter verschlossenen Türen von Grund auf überarbeitet werde. Das Projekt habe, so Astro Teller, Chef von Google [x], jüngst auf der SXSW-Konferenz, zu viel Aufmerksamkeit erregt, obwohl es sich um ein unfertiges Produkt handle. Einen genauen Zeitplan, wann mit der zweiten Generation der Datenbrille zu rechnen sei, gab das Unternehmen nicht heraus.

Google Glass 2.0 soll schon bald vorgestellt werden

Allerdings äußerte sich Massimo Vian, Geschäftsführer von Luxottica, auf einer Aktionärsversammlung zur Google Glass. Das berichtet das Wall Street Journal. Demnach soll die zweite Generation schon in Kürze vorgestellt werden – ein denkbarer Termin ist die in etwa einem Monat stattfindende Google I/O 2015. „Bei Google wird sich bereits Gedanken darüber gemacht, wie Version 3 aussehen soll. Was ihr gesehen habt, ist Version 1 – aktuell arbeiten wir an Version 2, die kurz vor der Vollendung steht.“, meinte der CEO des Brillendesigners, der kürzlich zu Besuch in Kalifornien war, um das Google Glass-Team zu besuchen. Das italienische Unternehmen, zu dessen Marken etwa Oakley und Ray-Ban zählen, kooperiert mit Google und kümmert sich um das Design der smarten Brille.

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Google sichert sich Designkonzept und Eye-Tracking-Patent

Diese Aussage wird begleitet von diversen Patenten, die Google in der näheren Vergangenheit in den USA einreichte. Ein solches Designkonzept, das sich das Unternehmen gesichert hat, zeigt eine Skizze der Datenbrille. Das Besondere: Das Glass-Modul erstreckt sich auf beiden Seiten des Brillengestells. Im alten Modell war die gesamte Technik noch auf der rechten Seite angebracht. Das Patent zeigt das Prisma, welches als Anzeigefläche dient, jedoch nunmehr genauso wie das berührungssensitive Trackpad zur Bedienung auf der linken Seite.

Google-Glass-2-Patent-Design

Allerdings könnte die Bedienung der nächsten Ausführung der Google Glass zusätzlich durch die Position des Auges möglich sein. Vor einigen Tagen bekam Google ein Eye-Tracking-Patent beim US-amerikanischen Patentamt zugesprochen; eingereicht wurde es schon 2012. Damit könnte der Brillenträger, dessen Augen stetig von einem Kamerasystem analysiert werden, mit zusätzlichen Informationen zu Objekten oder Menschen in seinem Sichtfeld ausgestattet werden. In einem frühen Video zu Google Glass wurde solche Funktionalität bereits angedeutet.

Google Glass: One day... [2012].

Seit Januar untersteht das Entwicklungsteam dem Nest-Gründer und iPod-Erfinder Tony Fadell, zuvor wurde die Datenbrille noch unter der Aufsicht des unternehmenseigenen Geheimlabors Google [x] ausgetüftelt. Diese interne Umstrukturierung scheint nun erste Früchte zu tragen, sollte die zweite Generation von Google Glass tatsächlich schon auf der anstehenden Google I/O vorgestellt werden.

Quellen: Wall Street Journal, USPTO (2) via 9to5Google, GoogleWatchBlog, AndroidAndMe

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