Google Glass: Laut Eric Schmidt weiterhin große und fundamentale Plattform

Tuan Le 5

Feiert Google Glass bald den Aufstieg aus der Asche? Das ist eine Frage, die im Moment viele beschäftigt: Nach dem überraschenden Ende des Explorer-Programms und der Übernahme des Projektes durch den Nest-Gründer Tony Fadell kamen Zweifel am Erfolg der Cyberbrille auf. Das Unternehmen selbst beteuert jedoch, weiterhin aktiv an Google Glass zu arbeiten und aktuell ist es sogar der Vorstandsvorsitzende Eric Schmidt, der Gerüchte um ein verlorenes Interesse an Google Glass abwehrt.

Google Glass: Laut Eric Schmidt weiterhin große und fundamentale Plattform

Google bemüht sich in Anbetracht der aufgekeimten Zweifel am Erfolg von Google Glass weiterhin zu vermitteln, dass trotz des Ende des Explorer Programms immer noch aktiv an dem Projektgearbeitet wird – nur eben in anderer Form. Tony Fadell, seines Zeichens Gründer von Nest und neuer Leiter des Projektes nach dem Ende von Google Glass unter Google X, ließ bereits durchblicken, dass das gesamte Konzept der Datenbrille überarbeitet wird. Jetzt meldet sich auch Google Vorstandsvorsitzender Eric Schmidt zu Wort und schmettert abermals kritische Stimmen ab, die vom Scheitern von Google Glass sprechen.

Google Glass – How it feels.

Eric Schmidt: „Nichts deutet auf ein Ende von Google Glass hin“

Dass es Fehler bei der Kommunikation mit der Öffentlichkeit gab, wurde bereits vom Google X Labs-Chef Astro Teller auf der SXSW-Konferenz vergangene Woche bestätigt. Den Kunden wurde, fälschlicherweise, das Gefühl vermittelt, Google Glass stehe kurz vor der Marktreife und könne bald von jedermann gekauft und genutzt werden. Dass das Ende des Explorer Programms, eine Art Betaphase für Google Glass, zugleich das Scheitern des Konzepts bedeutet, streitet Eric Schmidt vehement ab. Derartige Behauptungen vergleicht er mit der Aussage, Googles selbstfahrendes Auto sei eine Enttäuschung, nur weil man die Fahrzeuge aktuell noch nicht selbst nutzen kann. Projekte wie Self-Driving Car und Glass benötigen schlichtweg Zeit, so Schmidt.

Seiner Meinung nach gehe es bei Google darum, Risiken auf sich zu nehmen – die Behauptung der Presse, dass das gesamte Google Glass-Projekt von Google gestrichen worden ist, sei schlicht und ergreifend nicht wahr und es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass das Projekt eingestellt werden wird. Es ist sicherlich beruhigend, dass Google das interessante Projekt noch nicht aufgegeben hat: Fragwürdig ist nur, dass man keine konkreten Informationen zum Release eines Nachfolgers von Google Glass verlauten und sicherlich gerade Teilnehmer des Explorer-Programms im Regen stehen lässt. Fadell zufolge wolle man nach dem Explorer-Programm eine neue Strategie fahren und die nächste Generation der Datenbrille erst dann vorstellen, wenn sie tatsächlich marktreif ist.

Quelle: WSJ via Mobile Syrup

 

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